Montag, 15. Oktober 2007
Sonntag, 14. Oktober 2007
erinnerung
heute haben meine grossmutter und meine tante sterbetag, sie waren mutter und tochter. bei meiner grossmutter sind es heute genau 30 jahre, dass sie entschlafen ist, wie es damals in der anzeige hiess, mit 73 jahren.
sie war bis zu diesem tag teil meines lebens, denn wir, meine grosseltern, eltern und geschwister lebten gemeinsam auf dem hof - alle unter einem dach.
als kind sah ich in ihr oft nur die ernste, wortkarge frau, in dunkler kleidung, mit kopftuch, die immer auf sparsamkeit drang, für die fleiss und arbeitseifer höchste tugend darstellten, und die meine schwester und mich natürlich auch dahingehend miterziehen wollte. für spiel und spass oder gar lesen war sie nicht zu haben.
heute sehe ich sie etwas anders. einen hof zu bewirtschaften, ihn zusammen mit ihrem mann durch die kriegszeit und die hungerjahre danach zu bringen, war gewiss nicht leicht. dazu kam, dass sie schon als junge frau an rheuma erkrankte und ganz krumme und steife finger und ständige schmerzen hatte. von ihren drei kindern war eines nicht lebensfähig, sie hat es zuhause zur welt gebracht und musste dann mit ansehen, wie es stirbt. die arbeit auf dem bauernhof mit vieh, feld und wald war auch in späteren jahren kräftezehrend und sommer wie winter gab es mehr als reichlich zu tun.
sie hat sich tapfer geschlagen, hatte das haus in schuss. brot backen, butter und quark bereiten, federn reissen, enten schlachten, kartoffeln einmieten, schinken pökeln, für alles wusste sie den richtigen zeitpunkt und wie man es macht.
heute finde ich es schade, dass ich von ihr eigentlich nur die harte schale kenne, in seltenen momenten hat sie geschichten von früher erzält, die waren immer ein bisschen gruselig aber wir haben sie geliebt. von ihren eigenen lebensplänen, wünschen oder gar träumen weiss ich nichts, leider...
Samstag, 13. Oktober 2007
zeit zu danken
der herbst mit seiner fülle wartet überall auf uns.
sonnige tage, buntes laub, hübsche zierkürbisse, leckere äpfel zum selberpflücken....
das alles haben wir heute auf einem ausgedehnten spaziergang weidlich ausgenutzt und sind mit reicher beute nach hause gezogen.
ein ganz persönlicher erntedank-tag.
Mittwoch, 10. Oktober 2007
nein, so nicht
mit dieser art von ruhe bin ich nicht einverstanden: ich sitze zwar sicher und ruhig - aber in einem engen gläsernen gefängnis und schaue der welt beim leben zu. und der feind hat im wahrsten sinne des wortes den "hut auf" und kann gehen wohin er will...do gann'sch ni loachn .
Dienstag, 9. Oktober 2007
"Die einzige Zeit"
Montag, 8. Oktober 2007
Pfeiffer mit drei fff ...eins vor dem ei und zwei hinter dem ei
verdacht auf pfeiffersches drüsenfieber - so lautet die diagnose unseres hausarztes. deswegen und weil meine lymphknoten angeschwollen sind und ziemlich schmerzen, bin ich zwei tage krankgeschrieben.
ja, unverhofft kommt oft. am freitag nach meiner joggingtour dachte ich noch froh: wow, die power ist wieder da, die hartnäckige erkältung ist endlich weg, ich fühle mich als könnte ich bäume ausreissen (ganz kleine) und heute reicht die power gerade mal zu teekochen.
so schnell kann es gehen.
andererseits ist es auch kein drama. sofern es nur die vermutete viruserkrankung ist, die geht schon wieder vorbei. und ich bin ganz dankbar, dass ich mir die beiden tage ruhe gönnen kann. keine kleinen kinder, die man trotz krankheit versorgen muss, kein chef oder projekt, die es gar nicht vertragen, wenn man mal fehlt, kein wichtiger termin, den man nun nicht einhalten kann.
somit werde ich mich am nachmittag mit jacke und decke auf den balkon verziehen und die schöne herbstsonne geniessen.
Sonntag, 7. Oktober 2007
sonntagabend
Freitag, 5. Oktober 2007
habe folgende geschichte wiedergefunden:
Es gibt keine Friseure!
Erich Gerhard
Beim Haareschneiden wurde dies und das besprochen. Schließlich war auch die Existenz Gottes an der Reihe.
Der Friseur meinte: „Es gibt keinen Gott!“
„Warum sagen Sie das?“, fragte der Kunde.
„Sehen Sie, es gibt so viel Schmerz auf der Welt, so viele leidende Kinder. Gehen Sie nur hinaus auf die Straße, dann sehen Sie es. Es kann niemals einen liebenden Gott geben!“
Der Kunde hatte nicht sofort eine Antwort und musste dem Friseur zunächst seine Meinung lassen. Dieser beendete seine Arbeit, und der Kunde verließ das Geschäft.
Draußen begegnete er einem Mann mit ungepflegtem Äußeren, langem, zerzaustem Bart und langen, ungewaschenen Haaren.
Unmittelbar ging er zurück ins Friseurgeschäft und sagte zu dem Besitzer: „Es gibt keine Friseure, niemals kann es Friseure geben.“
„Das sagen Sie? Gerade habe ich Ihnen die Haare geschnitten, und Sie sehen hier mein Geschäft! Wie können Sie sagen, dass es keine Friseure gibt?“
„Schauen Sie dort diesen Mann, sehen Sie, wie er aussieht? Da begreifen Sie doch, dass es keine Friseure geben kann!“, sagte der Kunde.
„Klar“, sagte der Friseur, „solche Leute gibt es. Sie kommen einfach nicht zu mir, um sich die Haare schneiden zu lassen. Aber das bedeutet doch nicht, dass es keine Friseure gibt!“
„Das ist der Punkt“, sagte der Kunde. „Gott existiert, aber es gibt Menschen, die kümmern sich nicht um Gott, gehen nicht zu ihm und suchen ihn nicht.
Deshalb ist so viel Leid in der Welt.“
Donnerstag, 4. Oktober 2007
it´s all in a mess!
der schein trügt, die hier gezeigte gemütlichkeit von gestern abend ist passè, denn danach wurden sämtliche fenster frei geräumt, damit heute nachmittag der maler die in die decke eingelassenen bretter über den fenstern beizen und streichen konnte...sollte...hätte....wäre.
leider hat uns besagter malermeister versetzt! geht auch nicht ans telefon...
tja, so ohne gardinen oder vorhänge und pillepalle auf den fensterbrettern sieht die wohnung bisschen kahl aus. ganz zu schweigen, dass die stoffe, blumentöpfe und das pillepalle nun andere bereiche der wohnung belegen.
da merkt man erst mal, wie wichtig einem ein gemütliches zuhause ist.
ich hoffe sehr, das versetzten heute war nur ein missverständnis, das sich morgen klären lässt.
Mittwoch, 3. Oktober 2007
Dienstag, 2. Oktober 2007
kein nachteil...
....wo nicht auch ein vorteil ist.
Montag, 1. Oktober 2007
gesegneter gottesdienst
um es gleich vorweg zu nehmen, unser gestriger imPuls-gottesdienst war ein gelungener. von mehreren besuchern bekamen wir im anschluss die rückmeldung, dass es der bisher beste gottesdienst aus dieser reihe war und sie sich sehr angesprochen gefühlt haben. wir haben über so viel lob richtig gestrahlt. denn für uns als vorbereitungsteam ging die ganze sache nicht ohne mehrere zitterpartien ab: als wir noch zehn minuten vor beginn so ziemlich allein in der kirche waren, sorgten wir uns schon traurig, ob überhaupt jemand käme. dabei standen ganz viele besucher einfach in gespräche vertieft vor der kirche, um den schönen sonnenschein noch zu geniessen. und es kamen sogar so viele, dass wir noch stühle holen mussten - hat uns sehr gefreut.
die freude wurde aber gleich abgelöst von der nächsten sorge - die dvd auf dem laptop liess sich nicht starten! bei der probe lief alles noch wunderbar - nur heute hatte es sich der laptop anders überlegt.
der gospelchor war in anderer besetzung erschienen als abgesprochen, nicht alle wussten bescheid, welche lieder zu singen waren, der beamer war nagelneu und somit wohl auch noch etwas ungeübt, hatte so ein paar kinderkrankheiten mitgebracht....und wir vom team sassen wie auf kohlen auf unseren plätzen und hofften inständig, dass die gerade eben wegimprovisierte panne die letzte gewesen sein möge.
irgendwann merkte ich, dass ich vor lauter anspannung innerlich gar nicht mehr beim gotteswdienst war, sondern nur darauf konzentriert, dass der nächste programmpunkt glatt laufen sollte.
dann war unsere "stern-aktion" dran. wir hatten ganz viele papiersterne mit segenswünschen in der kirche aufgehängt und jeder besucher sollte sich einen davon "pflücken" und ihn dann weiterverschenken. auf einmal kam ein mädchen auf mich zu, das vor einigen jahren in meiner trainingsgruppe war, und sagte, sie möchte ihren stern unbedingt mir schenken. ich nahm ihn und las:
"Gesegnet ist der Mensch, der auf den Herrn vertraut und dessen Vertrauen der Herr ist." (Jer17,7)
das war für mich ganz persönlich das rechte wort zur rechten zeit, und auf der stelle war die veranstaltung für mich ein gottsdienst.
Sonntag, 30. September 2007
imPuls-gottesdienst

Samstag, 29. September 2007
rote karte
so, das hat er nun davon! unser computer hat sein divengehabe dermassen auf die spitze und uns zur verzweiflung getrieben, dass wir heute morgen spontan beschlossen haben, ihm die rote karte zu erteilen.
gleich nach dem frühstück sind wir nach lörrach gefahren, um einen neuen pc zu beschaffen und siehe da, ein toller laptop zwinkerte uns gleich beim betreten des ladens zu. nach einigem hin und her und abchecken von alternativen steht dieser nun bei uns zu hause.
erstaunt bin ich, wie schnell so ein computer heutzutage einsatzfähig ist. noch während ich mittagessen koche, hat mein mann schon die wlan, word, excel und powerpoint! installiert und surft im www. klasse finde ich, dass ich nun überall in der wohnung, auf dem balkon oder so sitzen kann. tolle technik...schickes teil...
Mittwoch, 26. September 2007
heidelberg

Freitag, 21. September 2007
der kleine unterschied
Ländercode: DE
Dokumentnummer: DIN 10220
Ausgabedatum: 1999-05-00
Dokumentart: ST * N
Titel (Deutsch): Untersuchung von Gewürzen und würzenden Zutaten - Probenahme für chemische, physikalische und sensorische Untersuchung
Ländercode: DE
Dokumentnummer: DIN EN 10220
Ausgabedatum: 2003-03-00
Dokumentart: ST * N
Titel (Deutsch): Nahtlose und geschweißte Stahlrohre - Allgemeine Tabellen für Maße und längenbezogene Masse; Deutsche Fassung EN 10220:2002
manchmal kommt es eben auf kleinigkeiten an wie hier auf den zusatz "EN" (europanorm), und schon kommt man aus der gewürzecke auf den stahlplatz. wäre wahrscheinlich auch wenig bekömmlich, wenn ich die nächsten lammsteaks mit stahlrohr, nennweite 200, würze statt mit pfeffer...
Donnerstag, 20. September 2007
und hier kommen schon mal ein paar...
die "Hoodoos" (name aus dem indianischen) sehen aus wie gestalten mit zipfelmützen, wurden über jahrtausende von dem kleinen unscheinbaren flüsschen dort unten in zusammenarbeit mit wind und wetter geformt.

in kanada sind auch die tiere sehr reinlich, wie man an diesem streifenhörnchen sehen kann. nach dem essen wird eine serviette benutzt und wenn man sie stiebitzen muss!

extra unseretwegen präsentierte sich der "Mount Robson" ohne wolkenkrone. klar, wollte er doch zeigen, dass er mit seinen 3954 metern der höchste berg der kanadischen rockies ist.
fleissarbeit
wir haben nun auch unsere diva in der familie: unser computer lässt sich neuerdings mit "Sie" anreden. mal geht er, mal geht er nicht. man sagt, es liegt am einschaltknopf, den man angeblich nicht reparieren oder austauschen kann...:-(
heute hat er sich zur arbeit entschlossen, und ich habe spontan festgelegt, dann soll er das mal tun und nicht zu knapp.
das heisst fotobearbeitung. 893 von kanada mitgebrachte foto´s warten auf sichtung, manchmal drehen, eventuell verbessern mit fotobearbeitungsprogramm, umbenennen nach dem ort, den sie zeigen, oder aufs löschen. klingt nach überstunden und leider nicht nur für den computer...
Dienstag, 18. September 2007
aufbruchstimmung
am samstag zieht unsere tochter mit "sack und pack" nach heidelberg. seit gestern packt sie ein, um, aus und wieder neu....aus platzgründen waren mir unsere fünf grossen koffer manchmal ein dorn im auge. nun sind zwei davon schon vollgestopft, ausserdem zwei reisetaschen und ein karton und ein ende ist nicht abzusehen.
die inlineskates müssen mit, ihr fahrrad sowieso (nicht im koffer), die gitarren, verstärker, bücher, bilder und...und...und...wir werden eine nette fuhre abgeben, nur gut, dass unser auto einen grossen kofferraum hat.
ich leiste mir ein bisschen traurigkeit. ich kann gar nicht glauben, dass das fast zwanzig jahre gewesen sein sollen, in denen wir sie grossgezogen haben. war nicht erst vor zwei jahren einschulung?! komisch, dass für uns nun die zeit der kindererziehung vorbei sein soll.
aber ein weiser spruch sagt: "wer seine kinder liebt, gibt ihnen wurzeln und flügel."
wurzeln denke ich, hat unsere maus bekommen, durch die liebe, mit der wir nicht gegeizt haben. und nun ist eben die zeit gekommen, ihr flügel zu verleihen in dem wir sie ziehen lassen.
wenn ich sie so sehe bei ihren vorbereitungen - eifrig und mit freude, gespannt auf ihr studium und kein bisschen ängstlich, dann freue ich mich mit ihr, vergesse das traurigsein und denke, jedes ende birgt auch einen beginn.
Montag, 17. September 2007
Sonntag, 16. September 2007
Frauensonntag
Freitag, 14. September 2007
der ganz normale alltag
nun ist schon wieder freitag, die erste woche nach der grossen reise schon vorbei. und zum nachhängen bleibt keine zeit.
meine ersten arbeitstage ab mittwoch verliefen ganz unspektakulär und ruhig. sehr gefreut hat mich, dass meine kollegin mir zur begrüssung den schriftzug "welcome" aus gummibärchen auf den schreibtisch gelegt hat. ich war ganz überrascht. wie schön ist es doch, ganz unvermittelt zu erfahren, dass man mit freude erwartet wird.
gestern war wieder ein treffen des teams zur vorbereitung des nächsten imPulsgottesdienstes am 30.09.07. es verlief sehr ermutigend. zum einen, weil wir alles erforderliche besprechen konnten und die noch verbleibenden aufgaben verteilen konnten, und weil wir schon vor 22.00 uhr fertig waren. unversehens war auch plötzlich der bibeltext klar, um den es gehen soll, Matthäus 21, 1-10, und um den wir zwei treffen lang vergeblich diskutiert haben. nun ist er klar und damit auch der rote faden des gottesdienstes - schön.
morgen haben wir eine kleine familienfeier mit sohn und seiner freundin zur verabschiedung unserer tochter ins studium. wir wollen zusammen kochen (fünf leute in der küche - na da bin ich gespannt...) und hernach das gekochte (pelmeni) in aller gemütlichkeit verspeisen.
leider bin ich im moment nicht so fit, hoffe es ist morgen besser, damit ich nicht gar so schaumgebremst bin.
Mittwoch, 12. September 2007
vorgucker
Montag, 10. September 2007
verreisen ist schön, aber zu hause ist´s am schönsten
ehe man sich´s versieht, sind drei wochen ferien herum.
wir sind gestern wieder glücklich gelandet und ich kann sagen, die verbindung vancouver - frankfurt - basel - wyhlen mit flugzeug und bahn hat tadellos funktioniert, keine 14 stunden.
es war eine sehr schöne reise, viel, viel gesehen, viel über kanada und seine menschen erfahren, viel fotografiert (897 fotos!), nette und merkwürdige mitreisende kennengelernt. dennoch bin ich froh und dankbar, wieder daheim zu sein. unsere tochter hat unser zuhause gut gehütet und uns mit selbstgebackenem kuchen willkommen geheissen, wunderbar. leider hat sich unser computer verabschiedet, so daß ich noch keine fotos zeigen kann (bin am laptop meiner tochter "zu gast"). womöglich will er sich vor der arbeit mit den vielen fotos drücken?! ich hoffe sehr, das lässt sich reparieren, weil ohne pc - das geht doch gar nicht!
Dienstag, 28. August 2007
das neueste aus canada
wow, zum ersten mal in meinem leben sitze ich hier an franzoesischem bildschirmmenue und ebensolcher tastatur - sehr interressant.
inzwischen haben wir in unserer rundreise die staedte toronto, montreal, quebec city und ottawa jeweils zwei tage unsicher gemacht, war sehr interresant aber nicht so fremd.
heute haben wir die "zivilisation" verlassen (nicht ganz natuerlich, immerhin hat dieses motel internet) und sind durch den "algonquin" naturpark gestreift. wie bestellt haben wie auch eine moos-kuh (art von elch) entdeckt. und hier ist doch alles ein klein wenig "anders".
morgen ist das grosse highlight der niagarafaelle, bin schon gespannt.
ansonsten ist alles im gruenen bereich. interressantes land aber auch interressante mitreisende.
by the way: am sternenhimmel sieht hier der grosse wagen genauso aus, wie zuhause von unserem balkon.
Mittwoch, 22. August 2007
gruesse aus montreal
an alle, die hir vorbeischauen herzliche urlaubsgruesse aus dem interressanten, schoenen, franzoesichsprachigen teil von canada.
es geht uns guuuuut!
Samstag, 18. August 2007
Kanada wir kommen!
auch mein handgepäck wiegt statt der erlaubten 6 kg nur vier. und dennoch bin ich sicher, dass ich mit dem "optimierten" gepäck die drei wochen auskommen werde.
nun bin ich sehr gespannt.
meine erste wirklich grosse reise, das erste mal auf einem anderen kontinent, nach sechs jahren wieder in einem flieger, nur diesmal für viele stunden...
allen, die hier vorbeischauen wünsche ich eine schöne zeit; wünsche euch und uns gottes segen und seinen schutz.
denn bis denn...
Freitag, 17. August 2007
Donnerstag, 16. August 2007
abwarten
wie geplant liess sich mein vater heute zu seinem termin in die herzklinik fahren. sein herz und die kranzgefässe sollten mittels eines "herzkatheters" untersucht werden. nach der untersuchung könne er dann wieder nach hause wurde ihm gesagt, vorausgesetzt, die ärzte finden bei der untersuchung nichts gravierendes (worauf er sehr hoffte).
untersucht haben sie auch von morgens um zehn bis abends um fünf - ultraschall, blutbild, blutsenkung, ekg usw... den katheter legen sie allerdings erst morgen. zwar hatte mein vater vorsorglich eine tasche mit dem nötigsten für einen krankenhausaufenthalt mit, war aber doch bedrückt, dass er tatsächlich dort bleiben sollte. damit bleibt nun die ungewissheit, was die untersuchung ergeben wird, noch einen weiteren tag bestehen. obendrein kommt er mit dem telefon an seinem bett nicht zurecht. er hat beidseitig hörgeräte und kann an dem dortigen telefon nichts verstehen. somit kann er nicht mal mit seiner familie telefonieren, um sich von seiner sorge etwas ablenken und trösten zu lassen.
es gilt, auf morgen zu warten, auf die untersuchungsergebnisse und auf das, was die ärzte dann vorschlagen. vielleicht darf er morgen oder samstag wieder nach hause...das wäre schön.
Mittwoch, 15. August 2007
knoten - zum glück keine gordischen!
es ist so schön, zu erfahren, dass sich so mancher knoten noch vor unserer abreise wie von selbst auflöst.
heute nachmittag haben wir von unserem gebetskreis-leiter die gute nachricht erhalten, dass die geschäftsleitung es weiterhin erlaubt, dass wir ein freies sitzungszimmer für unsere zusammenkünfte nutzen. anderenfalls wäre es sehr schwierig geworden, uns weiterhin während der montäglichen mittagspause zu treffen.
die lokführer streiken definitiv am kommenden sonntag nicht, und so können wir wie vorgesehen mit dem ice von basel nach frankfurt zum flughafen reisen.
unsere tochter kam eben aus heidelberg zurück, wohlbehalten und mit einem mietvertrag! noch dazu einem günstigen.
wenn jetzt noch mein herz aufhören könnte, dermassen zu spinnen und weh zu tun (bitte...), dann wären auf der stelle ferien....
Dienstag, 14. August 2007
wir üben schon mal für den urlaub
hauptauslöser dafür war der schöne sommerabend, ausserdem standen heute nach der arbeit mal keine termine an (na, ja bisschen wäschewaschen...). und so geht die übung:
tomaten-mozarella-teller mit frischem basilikum zubereiten, eine flasche rotwein öffnen, kräuterbrot mit schinken belegen, alles auf dem balkon anrichten, setzen, zurücklehnen, schmausen, wein trinken, die abendsonne geniessen, erzählen, zugucken wie die wolken ziehen - ich muss sagen, uns ist diese aufgabe schon gut gelungen (aber üben kann man ja öfter...).
morgen ist mein letzter arbeitstag vor meinen ferien, wird aber soweit absehbar nicht mehr stressig. ausserdem erwarten wir morgen abend unsere tochter aus heidelberg zurück. sie versucht seit montag, dort ein zimmer für ihren studienbeginn am ersten oktober zu ergattern.
bin gespannt mit welchem erfolg.
heute abend hat noch unser "grosser" angerufen, um uns eine schöne reise und eine gute heimkehr zu wünschen. das fand ich richtig schön.
Montag, 13. August 2007
von glückspilzen
interressante predigt im gestrigen gottesdienst, matthäus 13, 44-46, über den schatz im acker und die kostbare perle. gar nicht so leicht zu verstehen.
ausserdem war ich abgelenkt. neben mir sass eine ältere dame, allein. sie war nach mir gekommen und setzte sich einfach neben mich, ohne meinen blick oder mein lächeln zu erwidern. während ich mich umschaue und sehen will, wer noch gekommen ist, sehe ich sie näher an und bemerke harte augen, einen verkniffenen mund, keinerlei interresse für ihre umgebung. und ich fange an, für sie zu beten. bitte Jesus Christus, ihr in ihrem kummer beizustehen und ein licht in ihr anzuzünden, das die offensichtliche finsternis vertreiben möge.
während des ganzen gottesdienstes keine raktion, nur starrer blick geradeaus oder ins liederbuch, beim gebet, meine ich ein kurzes schluchzen gehört zu haben. und ich bitte weiter für sie. am ende des gottesdienstes bleibt sie einfach sitzen. wenn ich aus der bank heraus will, muss ich an ihr vorbei. erst warte ich noch ein bisschen, werde dann aber unruhig, weil ich ja nach hause und mittagessen kochen wollte. sie nimmt mich glaub´ ich gar nicht wahr.
erst als ich nun wirklich gehen will und sie frage, ob ich mich vorbeidrängeln dürfe, bewegt sie sich langsam und dreht sich zu seite, um mir platz zu machen. im vorbeigehen schaue ich sie an und wünsche ihr einen schönen und gesegneten sonntag. da auf einmal sieht sie mich an, beginnt zu lächeln und sagt :"danke, für sie auch."
Samstag, 11. August 2007
die kuh ist vom eis
oder - ein problem ist gelöst...
unsere tochter war gestern zur studienberatung auf dem arbeitsamt. und wider erwarten - als ich nach hause kam empfing sie mich freudestrahlend und teilte mit: "ich habe mich entschieden!" das ist ein guter anfang denke ich, sich zu entscheiden fällt ihr eher schwer.
sie wird in heidelberg religionswissenschaften und philosophie studieren! die stadt find ich sehr schön und die uni hat einen sehr guten ruf. mit den studienfächern habe ich noch etwas mühe. unsere tochter jedoch ist nun, da sie sich entschieden hat, voller elan und vorfreude und darüber freue ich mich sehr.
nun heisst es, ein zimmer in heidelberg zu finden. gleich gestern hat sie angebote via internet herausgesucht, angerufen, gemailt, ist gar nicht so einfach, eine unterkunft zu bekommen.
das ist also die nächste kuh, die vom eis muss.
Freitag, 10. August 2007
nach Shanghai
die tochter unserer nachbarsfamilie wird nicht nur unseren kleinen ort, nein die gesamte bundesrepublik innerhalb einer 300-köpfigen delegation von sportlern in shanghai repräsentieren. wow! stand heute in der zeitung!
sie hat sich für die "special-olympics weltspiele" qualifiziert, die vom 2. bis 12. oktober in china stattfinden. in 17 sportarten werden bei diesen wettkämpfen deutsche athleten teilnehmen, nachbarstochter im fach judo.
das besondere ist, dass das mädchen (etwa 20 jahre alt) am down-syndrom leidet, wobei "leiden" ganz sicher nicht die richtige bezeichnung ist. ich finde es so klasse, wie sie ihren weg in ein selbständiges leben geht, sich nicht unterkriegen lässt. und ihren eltern gilt meine grosse hochachtung, dass sie ihre tochter so annehmen und lieben wie sie ist und keine mühe scheuen sie zu fördern. ich freue mich von herzen für diese familie.
da kann sich mancher "normalo" eine scheibe von abschneiden....
Donnerstag, 9. August 2007
jahrhundertflut
"Das Wasser am Rhein steigt und steigtIn dieser Nacht wird der Rhein bei Karlsruhe einen Stand von 7,50 Meter erreichen. Die Schifffahrt ist gestoppt. In Süddeutschland und in der Schweiz sind an vielen Orten Überschwemmungen. Der höchste Stand wird erst am Freitagmittag erreicht."
Dienstag, 7. August 2007
geschenk per fernsteuerung
mein vater hat heute geburtstag. da es nun schon der 71. ist, dachte ich, einfach nur eine geburtstagskarte und ein anruf - das ist fad. also ein geschenk schicken - aber was??? und blumen per fleurop? nee, blumen bekommt er schon von den nachbarn, von seinem ehemaligen chef, von seiner schwiegertochter in spe......auf einmal hatte ich die zündende idee: wir schicken ihm einen baumkuchen, original aus salzwedel. den mag er sehr (wir auch), und da zum geburtstag an drei tagen gäste erwartet werden, kann ein zusätzlicher kuchen nur recht sein.dank pc und internet ist es völlig problemlos möglich - quasi auf knopfdruck sendet die salzwedeler baumkuchenbäckerei einen ganz frischen kuchen so gross wie man möchte komplett mit verzierung und verpackung an die adresse, die man angibt. toll.
wer übrigens mehr über die geschichte des baumkuchens wissen möchte, oder mal einen probieren :-) , hier gehts in die backstube:
lecker baumkuchen/
Montag, 6. August 2007
will beten gelernt sein?
seit einiger zeit beschäftigt uns in unserem firmen-gebetskreis das thema gebet und fürbitte für menschen, die krank sind. das fing damit an, dass kollegen, die uns bekannt sind, krank wurden und wir sie in unser gebet einschlossen. dann bat jemand, für die genesung eines kleinen jungen, der schwer an krebs erkrankt ist, zu beten. weiter ging es, für einen kollegen, ebenfalls krebskrank, heilung zu erbitten und so weiter...und schon tauchte die forderung auf:"ja wenn gott diese menschen heilt, dann muss er doch meine freundin, die noch kleine kinder hat, auch heilen. sonst wäre das doch ungerecht." und die erfüllung der gebete kann ja nur die genesung der kranken sein! wenn also der kleine fabio stirbt, dann war das beten umsonst!ist das so? ich glaube nicht.
ich finde dieses thema sehr spannend:
einerseits lehrt uns die bibel: "bittet, so werdet ihr empfangen"; und "stellt mich doch auf die probe, ob ich nicht die schleusen des himmels öffne.." andererseits lehrt uns jesu gebet: "...dein wille geschehe, wie im himmel, so auf erden..." und jesu selbst hat im garten gethsemane zu gott gebetet "...nicht was ich will, sondern was du willst soll geschehen..."
es ist schwer, das vertrauen an gott und jesus christus zu behalten, wenn auch die eindringlichsten gebete nicht den erwünschten erfolg bringen. andererseits denke ich, ein von herzen kommendes gebet, das nur die bitte enthält, ist bei gott genauso gut aufgehoben, wie ein gebet, das schon die einsicht mitbringt "herr wie du willst..." gott weiss eh, wie es in uns aussieht, und er hat einen plan für jeden menschen. wenn wir den kennen würden... da fällt mir der satz aus dem gottesdienst ein: "...die gerechtigkeit gottes, die grösser ist als alles, was wir denken können..."
ich selber glaube, ja, beten will gelernt sein. wir können sehr wohl unsere grossen und kleinen sorgen und bitten vor gott bringen. natürlich auch die freude, man darf durchaus auch mal von herzen danke sagen. und beim beten entwickelt sich das wichtigste - die beziehung zu gott. wir lernen auf gottes wort zu hören und können dann annehmen, wenn unsere bitten anders als erbeten aufgelöst werden.
bevor das zu oberlehrerhaft klingt möchte ich betonen - ich habe auf diesem gebiet auch gerade erst angefangen zu lernen - bin sozusagen noch grün hinter den ohren...
Sonntag, 5. August 2007
der countdown läuft
seit gestern sind nun die reiseunterlagen für unsere dreiwöchige kanada-reise da - eine ganze tasche voll. diese unterlagen durchzusehen und zu registrieren, was alles zu beachten ist, bedeutet richtig hausaufgaben machen. mir graust ein bisschen davor.
zudem habe ich heute gelesen, dass ab mittwoch die lokführer ernst machen wollen mit ihrer streikerei - und zwar auf unbefristete zeit. wir sind jedoch am abflugtag auf den ice von basel nach frankfurt angewiesen. sollte dieser zug ausfallen, müssen wir selber sehen, wie wir den flieger erreichen. der reiseveranstalter hat schon mitgeteilt, dass er in diesem fall nicht helfen kann, die bahn haftet ebenfalls nicht sondern sagt das sei "höhere gewalt".
obendrein habe ich gestern die mir vom hausarzt für den flug verschriebenen tabletten ausprobiert - wie von ihm vorgeschlagen - und die wirkung war gleich null. tja, es gibt so tage, da kann man nur sagen: "alles was klappt, sind die türen."
es gibt aber auch gutes zu berichten: unsere tochter ist seit freitag wieder aus dem krankenhaus heraus und es geht ihr mit jedem tag besser. ich bin sehr dankbar, dass es so glimpflich ablief.
Freitag, 3. August 2007
Donnerstag, 2. August 2007
es geht weiter, wer hätte das gedacht...
entgegen anders lautenden meldungen, mahnungen per telefon und auch sonst....existiert dieser block noch und er lebt....!!!
ja, einige schwierigkeiten und anderweitige bewerbchen waren erst zu bewältigen, bis ich mich hier zurückmelden kann:
besuch einer guten freundin aus dem schönen chemnitz - war richtig toll und jeden unterbruch dieses blogs wert.
geburtstagsfeier meines mannes (mit allen vor- und nachbereitungen)
unsere tochter musste als notfall in die klinik inklusive operation
und last but not least, ab 31.07.07 hatten wir einen neuen vertrag mit unserem online-anbieter, und beim neuen vertrag gab es ein versehen: wir waren nicht beim richtigen server angemeldet und so vom internet ausgeschlossen - gar nicht lustig kann ich nur sagen!
der tag heute begann so trüb mit regen und herzschmerzen. holperige steine im büro, ungewissheit, wann unsere tochter wieder gesund sein wird und ich selber von meiner gynäkologin zur mammografie überwiesen...bürde und berge wohin man sieht.
aber jetzt.... das internet geht wieder - gemäss neuem vertrag mit einer übertragungsrate von 16 mb pro minute! kind hat gerade mitgeteilt, dass es morgen nach hause darf. und radiologin sagt: alles i.o.
ach und in diesem moment, da ich ohnehin schon schwebe - guckt die sonne hervor - sie entspricht meiner stimmung.
die nachlese des langen wochenendes kommt natürlich, mit fotilies...
Dienstag, 24. Juli 2007
hao´s tagebuch
wie dankbar war ich doch heute morgen, von meiner ärztin zu hören, es ist alles in ordnung.
und wie toll, wenn eine heisse dusche und ein vitamin-c genügen, um nach dem lauf im regen nicht krank zu werden.
das ist so was von gar nicht selbstverständlich...
seit ein paar tagen lese ich hao´s tagebuch. er leidet an lymphdrüsenkrebs, befindet sich derzeit im krankenhaus und schreibt darüber. tag für tag. einfach was er so erlebt, wie er sich als patient, als christ, als mensch fühlt. und das ist so lebendig, offen, mit trockenem humor und berührend erzählt, dass ich nur empfehlen kann, selber mal darin zu lesen.
Hao´s Tagebuch
ja, wo laufen sie denn?
falls der spruch stimmt, dass sommerregen schön macht, kann ich es wohl morgen mindestens mit claudia schiffer aufnehmen. bin heute beim laufen von einem regen überrascht worden, der war schon nicht mehr feierlich. zwar war ich nur noch weniger als zwei kilometer von zu hause weg, aber dermassen patschnass, dass sich allein in der kurzen zeit des aufchliessens eine pfütze vor der wohnungstür bildete.
der hammer aber - als ich nach heisser dusche und trockenfönen aus dem bad kam, schien die sonne! na prima!
etwas gutes konnte ich dem regen dennoch abgewinnen: er konnte mir nicht die brillengläser volltröpfel und mir so jede sicht nehmen. dank der kontaktlinsen habe ich die ganze zeit geSEHEN wohin ich laufe. den regentest hätten die linsen somit mit bravour bestanden.
Sonntag, 22. Juli 2007
es ist sonntag
praktikantin vorgestellt und begrüsst, der gospelchor und die kirchenband haben für mitreissende musik gesorgt und anschliessend hatte jeder gelegenheit am gemeinsamen mittagessen teilzunehmen. hat richtig spass gemacht.
burgfestspiele
schöner abend, gestern. erst das "festspielmenü" (wieder oberlecker) dann das theaterstück "das kaffeehaus".
leider nur eine stunde - dann hatte der regen keinerlei einsehen und pladderte auf kostüme, mikrofone, schauspieler und zuschauer. wegen der beiden ersteren musste abgebrochen werden - schade aber nicht zu ändern.
Freitag, 20. Juli 2007
wettergeschenke
schon donnergrollen zu hören. und das bereits um sieben - eine stunde vor beginn des konzerts. besorgt sah ich mich schon bei blitz und donner in strömendem regen auf dem marktplatz stehen. den meisten anderen besuchern ging es wohl ähnlich, denn immer wieder wanderten die blicke besorgt zum himmel. aber auf wundersame weise hielt das wetter. es sah zwar bedrohlich aus und da und dort fiel auch ein einzelner regentropfen, aber der donner hörte auf und geblitzt haben nur die fotoapparate, die eigentlich verboten waren.das wetter hielt - während der wartezeit bis zum beginn des konzertes, während eine vorband richtig tolle musik machte und eben auch noch das ganze Katie-konzert hindurch. und das war richtig klasse. tolle stimme, schöne lieder...und erst nach schluss auf dem weg zum parkplatz fielen die ersten ernsthaften tropfen, abfahren mussten wir dann schon bei vollem scheibenwischer. das war wirklich bemerkenswert, dass der regen exakt die länge des konzertes abgewartet hat, wir waren sehr froh darüber.
hm, nun zieht ja bei uns menschen oft die erfüllung eines wunsches den nächsten gleich nach sich - und unser wunsch ist für morgen abend ein weiteres wettergeschenk, denn da möchten wir zu den burgfestspielen, das heisst ein theaterstück unter freiem himmel in der burgruine gespielt... ach, und am sonntag findet unser diesjähriger gartengottesdienst mit anschliessendem gemeinsamen mittagessen statt, natürlich auch draussen im garten....
na schauen wir mal, wir nehmen es wie es kommt.
Mittwoch, 18. Juli 2007
charmante klarstellung
wenn ich doch zum kirchentag nach köln hätte fahren können - wer weiss - vielleicht wäre Sabrina auch mir begegnet. Sabrina, das kleine mädchen mit den nicht funktionstüchtigen beinen. nur dank metallschienen kann sie laufen. und auch das nicht anmutig elegant. ihre mutter sitzt sogar im rollstuhl. wer aber jetzt denkt, oh die armen bedauernswerten menschen, was ist das für ein leben? - der hat weit gefehlt. Hao Hebbinghaus hat auf dem kirchentag auf charmante weise eine lektion in sachen lebensfreude und lebenstüchtigkeit von den beiden bekommen.
wie, das ist hier in seinem artikel zu lesen:
Dankbarkeit - viel zu oft vergessen wir sie.
und ganz besondere bedeutung gewinnt der artikel, wenn man bedenkt, dass anfang juli bei Hao lymphdrüsenkrebs im fortgeschrittenen stadium festgestellt wurde.
man nehme also nicht den schein einer sache als die sache selbst!
Dienstag, 17. Juli 2007
eigentlich...
wollte ich diesen cartoon heute in meinen blog stellen.

da der jedoch schon "anderweitig" gebloggt wurde, muss ich mir ja nun etwas anderes einfallen lassen. oder auch nicht, ich muss ja nicht bloggen.
im moment bin ich gedanklich eh mit allerlei planungen beschäftigt, so dass ich denke, ich sollte das so langsam mal sortieren:
am donnerstag abend konzert in lörrach (katie melua) vorher zahnarzt, am samstag abend mit bekannten zu den burgfestspielen, irgendwann am wochenende fenster putzen und gardinen waschen. überlegen, was es zur geburtstagsfeier meines mannes geben soll (essen, trinken, tischschmuck etc.) und das dann einkaufen, geschenk natürlich auch noch besorgen, ebenso geschenk für meine geburtstaghabende laufkollegin ausdenken und besorgen. feststellen, was für unseren kanada-urlaub noch fehlt, vieles ist schon erledigt - aber wer weiss?
und ein klein wenig arbeiten gehen sollte ich auch noch.
aber ich will nicht jammern, der tag hat vierundzwanzig stunden und wenn man die mittagspause durcharbeitet fünfundzwanzig. ach beim thema arbeiten fällt mir ein - freie tage für übernächtes wochenende muss ich noch beantragen - da bekommen wir nämlich lieben besuch für den ich noch ein bisschen was vorbereiten möchte.
so, und jetzt gehe ich zum federball.
Sonntag, 15. Juli 2007
sonntag nachmittag
und ich kann gar nicht genug danken für dieses schöne wochenende!
am freitag wie auf kommando schönstes sommerwetter, damit wir mit dem fahrrad in die nachbarstadt zum konzert der "prinzen" radeln konnten, samstag besuch von freunden aus offenburg - ein richtig schöner tag. spät abends haben mein mann und ich noch eine "nachtwanderung" über rad- und feldwege raus aus unserem ort unternommen, damit wir den sternenhimmel einmal pur betrachten konnten. und heute ruhiger sonntag. zeit um mal wieder bibel zu lesen, zu telefonieren und mittagsruhe zu halten. ach, herrlich.
und dann schalte ich den computer ein und lese bei andy55, dass Hao an lymphdrüsenkrebs erkrankt ist.
Hao ist ein autor, der für jesus-online.de schreibt. seine artikel finde ich immer ganz besonders gut, weil sie treffend formuliert und spritzig geschrieben sind und er sich oftmals selber auf die schippe nimmt. ich bin geschockt, er tut mir leid, er selber trägt diese diagnose sehr tapfer.
in den letzten wochen und monaten gab es meiner meinung nach eine häufung solcher schlechten nachrichten aus meiner umgebung: ein kollege aus unserem montagsgebetskreis hat seit zwei jahren eine seltene form von leukämie - nicht behandelbar. vom kleinen fabio mit magenkrebs haben wir dieses frühjahr erfahren - die ärzte haben ihn inzwischen aufgegeben. ein kollgege aus dem firmengebet hat knochenmarkkrebs und befindet sich in behandlung. unser firmenchef hatte einen bösartigen tumor am ohr - ist mittlerweile operiert. die tochter eines kollegen hat ein loch im herzen. so gross, dass die erforderliche operation sehr schwierig wird.
wieder einmal erkenne ich, dass wir alle in gottes hand sind. dass es keineswegs selbstverständlich oder gar verdienst ist, wenn es uns gut geht. der mensch selbst kann seinem leben nicht eine einzige spanne zeit hinzufügen, weder mit geld noch mit klugheit noch mit fleiss. und krankheit und tod gehören zum leben, wir wollen es oft nur nicht wahrhaben.
tröstlicherweise fällt mir da der bibelvers aus der heutigen gottedienstlithurgie ein:
"Und siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Matthäus 28,20)
Donnerstag, 12. Juli 2007
blindheit
"Wir sind manchmal einfach bewusst oder unbewusst blind. Da ist vieles, was wir uns nicht so genau anschauen wollen, wovor wir lieber die Augen verschliessen. Dass wir gar nicht so glücklich sind, wie wir tun. Wir verdrängen, dass wir Angst haben vor dem Sterben. Angst, dass da Nichts sein könnte. Wir verleugnen, wenn es uns schlecht geht. - Wie geht´s? Gut, lautet natürlich die Antwort. Wir können Personen nicht ausstehen und haben nicht den Mumm, es zu sagen. Du siehst die Fehler anderer und lästerst darüber, aber ein offenes Gespräch, oh nein. Wir machen allzu oft die Augen zu und stellen uns blind. Mit Blick auf uns selbst. Mit Blick auf andere."
Mittwoch, 11. Juli 2007
aus www.welt.de
zu folgendem thema war gestern ein artikel in welt-online zu lesen:
10. Juli 2007, 14:56 Uhr
Von Gernot Facius
Religion
"Papst brüskiert die Evangelische Kirche
Die päpstliche Glaubenskongregation hat ein harsches Dokument veröffentlicht, nach dem Kirchen der Reformation keine "Kirchen im eigentlichen Sinn" seien. Wolfgang Huber, der oberste Protestant in Deutschland, findet das Papier "anstößig". Auch die Orthodoxen sind vor den Kopf gestoßen."
nachdem ich den artikel ganz gelesen hatte (hier ist nur der einleitungstext zu lesen) sprudelten meine gedanken nur so, eigentlich wollte ich spontan an welt-online schreiben. aber auf wundersame weise hatte einer der anderen kommentatoren meine gedanken schon sachlich korrekt und absolut treffen zusammengefasst. mir quasi aus dem herzen geschrieben. und das liest sich folgendermassen:
Andreas Ludwig meint:
10-07-2007, 15:46 Uhr
"Vorab ein Satz der Klarstellung: Ich bin überzeugter Lutheraner. Die Weinerlichkeit mit der der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Huber, auf das Dokument der Römischen Glaubenskongregation reagiert hat, ist für mich wieder einmal symptomatisch für ein grundlegendes Problem der Protestanten heute: wir tun so, als ob wir von Rom irgendeiner Anerkennung bedürften. Dieses permanente Geschreie der deutschen "Klampfenchristen" auf beiden Seiten nach Ökumene, hat mit dem Sendschreiben wieder einmal eine deutlich Abfuhr aus Rom erhalten. Offenbar hat S. H. der Papst eine Sache klar und richtig erkannt: dieses Wischiwaschi der Ökumene-Friede-Fraktion schwächt die Kirche und ist eine Gefahr für den Glauben. Ich wünschte die Evangelischen Kirchen würden auch endlich die Grenzen der Ökumene erkennen und ihr eigenes Profil wieder schärfen. Die Heruntergekommenheit der Evangelischen Kirche in Gemeindeleben, in Liturgie und Theologie ist ihr größtes und skandalöses Übel, und nicht der Mitgliederschwund, der meiner nach, nun wirklich kein Wunder bei diesen Voraussetzungen ist. Wenn der Papst uns den Status als Kirche nicht zuerkennt, na und? Wir erkennen ihn ja auch nicht als Stellvertreter Christi auf Erden an. Die richtige Reaktion der Evangelischen Kirche wäre gewesen, eine klare Profilbotschaft herauszugeben und damit im übertragenen Sinne die Botschaft aus Rom zu verbrennen, so wie das Luther mit der Bannandrohung des Papstes auch getan hat. Lutheraner, Calvinisten und Zwinglianer sind nicht auf die Anerkennung Roms angewiesen, waren es nie und werden es nie sein. Politische Zusammenarbeit der Konfessionen ist gute Realität und Notwendigkeit in Zeiten, wo Christen überall auf der Welt in Bedrängnis sind. Theologisch ist der Konflikt aber unauflösbar. Hoffentlich begreifen dies die "68er" der Kirche endlich! Der Einzige, der die volle, wunderbare Einheit aller Christen in sich herzustellen vermag, ist der dreieine Gott. Der Glaube an diese Trinität ist einigendes Band genug zwischen den christlichen Konfessionen!"
Dienstag, 10. Juli 2007
blickwinkel
bin seit gestern nicht auf dem posten, wie man so schön sagt. habe immer mal wieder magenkrämpfe. da war bis jetzt auch mit den normalen hausmittelchen nichts zu machen. heute nachmittag im büro kamen noch heftige kopfschmerzen dazu und gerade als ich mir so richtig selber leid tun und nach hause gehen wollte, kam eine kollege, um etwas dienstliches zu besprechen. darüberhinaus haben wir auch ein bisschen geplaudert, und wie nebenher erzählte er von seiner tochter, schwierige fünfzehn jahre alt. bei ihr wurde erst vor kurzem und eher zufällig ein loch im herzen festgestellt. heute ist seine frau mit ihr nach zürich in die spezialklinik zu voruntersuchungen gefahren, da sie dort in nächster zeit operiert werden soll. leider ist das loch auch noch selten gross.
ja, was soll man da sagen? herr, bitte hilf ihnen diese last zu tragen, schenke gnade und genesung.
angesichts solcher sorgen sah ich meine wehwehchen natürlich auf der stelle mit anderen augen.
Sonntag, 8. Juli 2007
kunst kommt von können....
nach neunhundertneunundneunzig fehlversuchen ist mir heute meine erste bildcollage gelungen, na gut, kunstvoll ist sie noch nicht aber immerhin ein anfang...
ach ja, der inhalt handelt von gestern -
Vereinsmeisterschaft der Rock´n Roller - war schön. Samstag, 7. Juli 2007
gespannt
am nachmittag finden in unserem hiesigen turnerbund die vereinsmeisterschaften statt. in allen abteilungen - turnen, leichtathletik, badminton etc. wird der/die jeweilige vereinstmeister/in ermittelt. so auch in der abteilung rock´n roll. in den letzten zwei, jahren war ich zu diesem anlass nur zuschauerin, heute aber soll ich als wertungsrichterin fungieren. ich bin schon sehr gespannt, wie es laufen wird. da ich die jüngste gruppe der rock´n roller jahre lang trainiert habe, weiss ich, wie sehr die kids diesem wettkampf entgegenfiebern. eltern, geschwister, oma, tante, freunde - alle schauen zu, und bei so manchem kind fliessen schon mal tränen, wenn eine schrittfolge sonst immer nur nicht beim wertungstanz klappt, oder wenn es meint, es sei eigentlich besser gewesen, als die punktezahl aussagt.
ich hoffe sehr, heute nachmittag die gabe zu haben, alle gerecht zu bewerten, aber ich freue mich auf diesen lebhaften "haufen" und merke hier beim schreiben wieder mal, dass mir die trainingsstunden mit den kiddys ganz viel spass gemacht haben.
Donnerstag, 5. Juli 2007
gestern abend gegen neun...direkt vor unserem fenster

Mittwoch, 4. Juli 2007
was ist das?
Es ist grösser als Gott,
es ist böser als der Teufel,
Reichen fehlt es,
Verliebte brauchen es,
und wenn du es ißt, dann stirbst du.
Dienstag, 3. Juli 2007
heute auf der heimfahrt im autoradio gehört
"Es gibt Frauen, die machen mit ihrem Gesicht, wofür jeder Gebrauchtwagenhändler ins Gefängnis käme."
abschied und neubeginn














