Seit fast sieben Wochen ist unsere Tochter nun wieder in Japan.
Es geht ihr gut und ich bin froh und dankbar für jeden Tag, der ohne schlimme Nachrichten vorübergeht.
Von den vielen Nachbeben bekommt sie eher wenig mit. Die Strahlenwerte kann sie via Internet beobachten, wobei für ihre Präfektur alles im normalen Bereich zu sein scheint, beim Lebensmitteleinkauf achtet sie darauf, aus welcher gegend es
kommt.
Wir stehen in regelmässigem Kontakt - Telefon / E-Mail / Skype machen´s möglich.
Wie segensreich kann doch Technik sein. Übers Internet kann sie sich informi
eren und per Skype können wir miteinander sprechen und uns sehen, Fotos austauschen.
Für sie ist der normale UNI-Betrieb längst angelaufen und so langsam beginnt sie, ihren Abschied von dort und die Heimreise zu organisieren.
In 65 Tagen ist es soweit.
Wenn ich freilich die Fotos sehe, die sie unlängst geschickt hat, kann ich verstehen, dass ihr der Abschied nicht leicht fällt.
Montag, 23. Mai 2011
Wie geht es an der Pazifikküste?
Sonntag, 22. Mai 2011
Medizinboykott!
Die Medizin, die mir am 10. Mai verschrieben wurde, habe ich acht Tage lang genommen. Nebenwirkungen haben sich nur in geringem Umfang bemerkbar gemacht, die eigentliche Wirkung, den Schmerz im Bein zu lindern, blieb jedoch aus. Leider.
Also war ich letzten Mittwoch erneut in der Praxis und bekam wieder ein anderes Präparat, mittlerweile schon das Sechste! Der Beipackzettel las sich auch hier nicht ohne Bauchschmerzen, aber naja, wenn´s hilft...
Doch es half nicht nur nicht, es schlug mit seinen Nebenwirkungen voll zu. Sehstörungen, Watte im Hirn, Übelkeit - mein Beinschmerz war dagegen Pillepalle.
Und so beschloss ich, dieses Mittel zu boykottieren. Auf gar keinen Fall werde ich dies weiterschlucken. Und schon am nächsten Tag war mit gleich viel wohler. Klar, der eigentliche Schmerz war immer noch da, aber ansonsten ging es mir gut.
Wie es nun weitergeht, weiss ich eigentlich nicht. Die Gymnastik betreibe ich natürlich weiter, und auf Anraten des Arztes habe ich mit einer progressiven Muskelentspannung angefangen.
Immer wieder schliesse ich die Bitte um Heilung in meine Gebet mit ein.
Mehr kann ich aus meiner Sicht im Moment nicht tun - vom Medikamente-Schlucken habe ich erst mal die Nase voll!
Freitag, 20. Mai 2011
with no comment:
"Am Abend unseres Lebens wird es die Liebe sein, nach der wir beurteilt werden,
die Liebe, die wir allmählich in uns wachsen und sich entfalten lassen,
in Barmherzigkeit für jeden Menschen."
Frére Roger
Donnerstag, 19. Mai 2011
Mittagspause im Grünen
Für die heutige Mittagspause hatte ich mit mit einer jungen Kollegin aus unserem Gebetskreis verabredet. Einfach so, um mal ausserhalb der Montagstreffen Zeit zum erzählen zu haben und einander ein bisschen kennen zu lernen.
Da so schönes sonniges Wetter war, verlegten wir unseren Lunch auf eine Bank an den Rhein.
Es wurde eine sehr kurzweilige Mittagspause. Wir erzählten, lachten, beteten miteinander und füreinander und tauschten unsere Sichtweisen über Glauben und Gottvertrauen aus.
Viel zu schnell war die Zeit herum und die Pause vorbei.
Montag, 16. Mai 2011
Wow! Ist der Vati schick!
Besser gesagt, er wird schick sein (extraschick - nicht normalschick), nämlich an unserem Silbersechzig-Fest.
Dafür waren wir heute eigens nach Freiburg gefahren, um ihn einzukleiden. Einen ganzen Tag haben wir dafür freigenommen, er vom Garten und ich vom Büro, damit wir Zeit haben würden, angemessene Kleidung zu finden, die passt und auch noch gut aussieht.
Ein Anzug sollte es sein, wenn es geht gleich mit Hemd und Krawatte.
Im ersten Geschäft sah es leider gar nicht so üppig mit der Auswahl an Anzügen aus. Einer passte, aber eben nicht optimal. Wir also in den nächsten Herrenausstatter in der Hoffnung, wenigstens eine Alternative zu finden.
Doch dort nahm uns ein Verkäufer in Empfang und präsentierte gleich vier Alternativen....
Madame (ich) nahm im Sessel Platz und hatte nichts zu tun, als die einzelnen Anzüge, Krawatten, Einstecktücher etc. zu bewerten. Durchs Haus gesaust ist der Verkäufer und holte heran, was Mann so zu probieren wünschte. Das war sowas von entspannt, und auch mein Mann hatte sichtlich Freude, weil alles was ihm zum Probieren gereicht wurde, auch passte. Er musste nur auswählen, ob ihm gefällt, was er trägt oder nicht.
Auf diese Weise hatten wir schon mittags um Zwölf Anzug, Hemd, Krawatte, Einstecktuch, Gürtel und Schuhe zusammen - alles aufeinander abgestimmt und richtig schnieke. Und gar nicht so teuer, wie von uns befürchtet.
Dieser Ausflug nach Freiburg war also ein voller Erfolg, und wir sind um eine Fest-Vorbereitung leichter.
Samstag, 14. Mai 2011
"Das verzeihe ich dir/mir nie"
Schön, mal schon zum Frühstück auszugehen.
In Kandern fand heute wieder ein Themenfrühstück statt.
Ablauf wie bekannt: um 9.00 Uhr gibt es Frühstück und anschliessend um 10.00 Uhr ca. eine Stunde einen Vortrag zu einem bestimmten Thema.
Heute ging es um das Thema Vergeben, Verzeihen und Vergessen.
Der Referent, Andreas Malessa begann seinen Vortrag mit der Klarstellung, was Sünde ist.
Das ist nämlich nicht das dritte Stück Schwarzwälder-Kirschtorte, sondern Sünde ist etwas sehr ernsthaftes, schwerwiegendes, was uns selbst oder anderen schadet. Sei es durch etwas, was wir tun oder dadurch, dass wir etwas nicht tun. Jeder von uns hat Schuld, jedem von uns ist im Laufe seines Lebens Unrecht geschehen.
Wie kann man damit umgehen? Was kann man tun, wenn das Erlebte so schlimm ist, dass man nicht vergeben kann? Wie kann man weiterleben, wenn man sich selbst etwas nicht verzeihen kann? Was kann helfen, wenn der andere nicht bereit ist zu verzeihen?
Mit Bezug auf Jesus Christus und die Bibel findet A.M. Antworten auf jede dieser Fragen.
Sehr locker und flüssig stellt er immer wieder den Zusammenhang zwischen den Konflikten des Alltags und den Zusagen Gottes her. Aus meiner Sicht ein sehr gelungener Vortrag, der mich berührt hat.
Witzig fand ich seinen Einstieg in den Vortrag:
"...Übringens, wenn Adam und Eva Chinesen gewesen wären, dann wären wir alle jetzt im Paradies. Die hätten nämlich den Apfel hängen lassen und die Schlange gegessen, und es hätte keinen Sündenfall gegeben....."
Das Frühstück war wieder sehr lecker und reichhaltig, die Tische mit Blumen und Kerzen schön geschmückt. Und der Saal war voll. Über hundert Leute waren gekommen, eine echte Herausforderung für die Veranstalter. Aber es lief alles super. Grosses Kompliment an das Themenfrühstücks-Organisations-Team.
Freitag, 13. Mai 2011
aus der heutigen Losung
"Fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns.
Denn in ihm leben, weben und sind wir."
Apostelgeschichte 17,27-28
Mittwoch, 11. Mai 2011
Und die Sonne scheint so laut und so schnell!
Immer noch kein Regen. Der letzte Regen vom 3. Mai war eher nur eine Staublöschaktion.
Der Wetterbericht sagt schon die ganze Zeit Gewitter und Starkregen, gerade auch für unser Gebiet an, am Himmel brauen sich auch dicke Gewitterwolken zusammen, aber eine Stunde später ist alles von der Sonne aufgezehrt und der Himmel wieder blau.
In Feld, Wald und Gärten wird die Trockenheit so langsam prekär.
Für morgen sind nochmal Regenschauer und Gewitter vorhergesagt, am Freitag aber soll schon wieder die Sonne von einem strahlend blauen Himmel scheinen.
Hoffen wir also auf morgen.
Dienstag, 10. Mai 2011
Wieder zum Arzt
Heute nun wieder zum Arzt. Beim Warten habe ich anhand der aufgehängten Urkunden und Bilder erstmal gesehen, er ist ja nicht "nur" Orthopäde, sondern auch Chiropraktiker, Sportarzt und Arzt für Schmerztherapie. Das machte mir gleich ein bisschen mehr Mut.
Das Gespräch mit dem Doktor war jedoch nicht so ermutigend. Auf einmal meinte er, da alles bisher Verordnete (Physiotherapie, Immodium, Novaminsulfon, Spritze, Voltarenkapseln) nicht geholfen hat, ist er der Meinung, das Iliosakralgelenk sei in Ordnung und der Nerv sei entzündet. Das ginge auch aus der Beschreibung meiner Beschwerden hervor (die hatte ich schon vor einem Jahr genau so beschrieben!).
Das Mittel der Wahl ist nun ein Präparat gegen Nervenschmerzen. Beim Lesen der Packungsbeilage wurde mir ganz schlecht. Da stehen Nebenwirkungen drin, die mir echt Angst machen, z.B. Verlust des Sehvermögens, Persönlichkeitsänderung sogar Suizidgedanken seien in Einzelfällen möglich. BITTE?
Nun ja, ich möchte nichts unversucht lassen, und die Schmerzen muss ich irgendwie in den Griff bekommen - also werde ich dieses Medikament nehmen.
Na ich bin gespannt....
Montag, 9. Mai 2011
Muttertag
Einen schönen Muttertag haben mir meine Lieben bereitet, allen voran mein lieber Mann.
Von unserer "japanischen" Tochter habe ich ich immerhin liebe Wünsche per Skype erhalten, Sohn und Schwiegertochter kamen am Nachmittag zum Kaffetrinken in den Garten und hatten Erdbeerkuchen dabei, und mein Mann hat mich zum Mittagessen eingeladen, aber nicht ins Restaurant - Essengehen zum Muttertag kann ja JEDER.
Nein, mein Mann hat für uns beide gekocht und zwar Butterspargel, Schnitzel und Kartoffeln - und es hat wunderbar geschmeckt. Und Geschenke gab es obendrein: ein wunderschöner bunter Blumenstrauss und ein Parfüm, mit dem ich schon lange liebäugele.
Ich fühle mich verwöhnt bis über beide Ohren :-)
Freitag, 6. Mai 2011
Arzt-Besuchs-Odyssé?
Gestern hatte ich nach langer Zeit wieder einen Termin beim Orthopäden, denn mein Beinund dieHüfte werden einfach nicht besser trotz aller Turnerei.
Ich hatte auch den Verdacht, dass die Schmerzen gar nichts mit dem Iliosakralgelenk zu tun haben, sondern, dass irgendetwas anderes dahintersteckt.
Doch der Doktor war der festen Überzeugung, das besagte Gelenk sei "verhakt", hat es mit einer chiropraktischen Methode versucht "auszuhaken", hat mir eine Spritze mit Schmerzmitteln direkt ins Gelenk gesetzt und mir ausserdem noch Schmerzmittel verschrieben.
Und heute? Keinerlei Besserung eher schlechter als vorher. Also habe ich in der Praxis angerufen und das berichtet - und nun einen neuen Termin für den 10.Mai bekommen.
Mal sehen was nun kommt....
Dienstag, 3. Mai 2011
"Ohne Wasser, merkt euch das..."
Letzte Nacht hat es endlich geregnet.
Das war am 4. April das letzte Mal der Fall. Seit dem war es trocken und sonnig.
Klar, die Sonne, die Wärme die taten auch sehr wohl. Nicht mehr Schal und Handschuhe brauchen. Ohne Jacke draussen herumspazieren, sönnelnd im Garten liegen, das war wunderbar.
Doch mittlerweile fehlte der Regen - im Garten allenthalben Wassermangel bei den Pflanzen.
Das bisher gesammelte Regenwasser ging schon zur Neige, weil wir giessen mussten als wäre Sommer.
Aber heute Nacht war er da, der Regen - jeder Tropfen ein Geschenk.
Sicher, die Trockenheit vom März und vom April macht dieser eine Guss nicht wett, aber es ist ein Anfang.
Samstag, 30. April 2011
Die Kleiderfrage ist gelöst...
...die Anzugordnung noch nicht.
Im Moment bin ich einfach fix und fertig!
Ich hatte mich für heute mit meiner Schwiegertochter verabredet, um nach einem Kleid für mich zur Silberhochzeit zu suchen (ich als "Silberbraut"? - komische Sache).
Um 9.00 Uhr morgens habe ich sie bei ihr zu Hause abgeholt, wir besprachen kurz die Route und wie wir vorgehen wollen und los gings - erst mal nach Bad Säckingen. Dort wurden wir nur halbherzig beraten und die Kleider entsprachen unseren Vorstellungen so gar nicht, ausserdem passte keins der Anprobierten wirklich. So zogen wir weiter nach Murg, hier war die Beratung sehr gut - die Kleider jedoch in Aussehen und Passform nicht geeignet. Also weiter nach Schopfheim - dito - weiter nach Lörrach - Auswahl und Passform ebenfalls mau...
17 anprobierte Kleider später schlug ich ihr vor, noch nach Basel zu fahren (inzwischen war es schon fast Zwei Uhr). Hier hatte ich letzte Woche nach Feierabend ein Kleid gesehen und probiert, das mir sehr gut gefallen hat, der Preis leider weniger.
Wir also noch nach Basel, mir war es wichtig, eine weitere Meinung zu diesem Kleid zu haben, nicht bloss meine eigene und die der Verkäuferin.
Und was soll ich sagen - Schwiegertochter war richtig begeistert. Nach einiger Beratung und einigem Hin und Her habe ich dann also doch entschieden, dieses Kleid zu kaufen. Mir ist ganz unheimlich - ich glaube ein so elegantes Teil habe ich noch nie besessen.
Nebenbei hat mich gefreut, wie engagiert die Schwiegertochter war. Ganz enschieden hat sie mit der Schneiderin diskutiert, wie der Rückenausschnitt noch ein wenig anzupassen sei und legte nach dem Verlassen des Geschäfts fest, dass mein Mann mich darin aber erst am Silberhochzeitsfest fertig "gestylt" sehen dürfe und sie schon gespannt sei, was er wohl sagen würde. Und welche Schuhe ich noch brauche...wer mich frisieren und schminken würde...und eine kleine Tasche müsse sein....sie war so lebhaft dabei, ich war ganz gerührt.
Nach diesem grossen Coup habe ich sie dann wieder nach Hause gefahren und bin anschliessend zurück in mein zu Hause. Mein Tacho meldete, dass ich 150 km! für die Kleidersuche verkutschiert hatte, inzwischen war es fast halb sieben abends.
Und nun bin ich einfach nur froh, dass dieser Teil der Festvorbereitung herum ist.
Zur Hälfte jedenfalls, denn meinen Mann müssen wir natürlich auch noch gewanden, Anzug, Hemd, Krawatte....
Mittwoch, 27. April 2011
Der Lauf des Lebens
Letzte Woche kam ich von der Arbeit mit anschliessendem Ostervorbereitungseinkauf nach Hause, fuhr in die Tiefgarage und schickte mich an, alle Einkäufe aus dem Kofferraum zu räumen. Nebenbei bemerkte ich, dass kurz vorher Frau Meier* hereingefahren war, eine nette alte Dame, die immer was zu erzählen, was zu fragen oder Belange der Wohnungseigentümergemeinschaft zu klären hat. Ich mag sie sehr gern, dennoch dachte ich in diesem Moment, hoffentlich wird unser "Schnack" nicht allzu lange dauern, ich habe heute nur vier Stunden für den gesamten Wohnungsputz zur Verfügung....
Sie hatte ebenfalls manches mit aus dem Auto zu nehmen und so halfen wir uns gegenseitig türenoffenhaltend bis zum Fahrstuhl und warteten dort gemeinsam auf Selbigen.
Auf einmal schaut sie mich an und fragt geradezu, ob ich hier im Hause wohne.
Ich bin etwas verdattert und sage ja, ich bin die Frau Müller* aus dem Zweiten Stock.
Sie schweigt kurz und sagt dann, es tue ihr leid, aber sie kenne mich nicht.
Oh, sage ich, es fällt Ihnen bestimmt wieder ein, wir haben uns zwar schon oft unterhalten, jedoch seien wir uns in letzter Zeit nicht begegnet....
Sie schaut ganz traurig und sagt, sie glaubt, dass sie derzeit ganz schön viel vergisst. Sie tut mir so leid, ich finde keine rechten Worte, die sie vielleicht trösten können.
Inzwischen ist der Fahrstuhl da. Wir steigen ein, ich lächle ihr zu, sie mustert mich und ich sehe förmlich, wie sie nach Erinnerung sucht. Als wir im Zweiten Stock halten und ich meine Taschen zum Aussteigen raffe, sagt sie: "Sie sind mir so fremd, ich könnte schwören, dass ich sie noch nie gesehen habe."....
Diese Begegnung ging mir noch lange nach. Seit 20 Jahren wohnen wir in diesem Haus, Frau Meier* wohnt hier, seit das Haus 1968 gebaut wurde. Ich bin ganz erschüttert, so unvermittelt Zeuge zu werden, wie vergänglich der Mensch doch ist. Ich kenne diese alte Dame als sehr gebildet und kultiviert, feundlich und aufgeschlossen - auch heute trat sie so auf. Und doch fordert das Altwerden von ihr seinen Tribut. Ich denke nach, wie alt sie wohl sein mag, denn schon, als wir vor 20 Jahren hier einzogen, war sie eine ältere Dame.
So hat wohl alles seine Zeit, und nichts auf dieser Welt währt ewig.
Dennoch tut sie mir leid. Mit dem Nachlassen der eigenen geistigen Vitalität so unvermittelt konfrontiert zu werden, ist sicher sehr niederdrückend. Und mir fällt wieder der Satz ein, den mal irgendwo gehört habe: "Altwerden ist nichts für Feiglinge."
*Namen geändert
Dienstag, 26. April 2011
Osternachlese
Vor drei Wochen dachte ich noch: Wie soll ich bloss das Osterfest - ein Fest der Freude - überstehen, wenn Kind zurück nach Japan geht? Ich war so traurig und verzagt.
Heute darf ich staunend und oberdankbar zurückblicken auf ein wirklich schönes Fest.
Durch jeden einzelnen Tag hat Christus geholfen. Plötzlich hatte ich doch Lust zu den Vorbereitungen: die Wohnung österlich zu schmücken, Ostergrüsse zu verschicken. Und wie jedes Jahr hatte ich Freude beim Ostereier-Färben. Den ImPulsgottesdienst am Gründonnerstag konnte ich sehr geniessen, am Samstag war mein Mann mit in der Kirche zur Osternacht. Ostersonntag haben wir vormittags ausführlich mit unserer Tochter in Japan "geskypt", mittags kamen Sohn und Schwiegertochter zu Besuch. Wir haben erzählt, spaziert, geschmaust, bis in den späten Abend Rommè gespielt - und ich hatte endlich mal wieder Gelegenheit, die grösseren Töpfe aus dem Schrank zu holen....
War echt schön.
Den Ostermontag haben wir faul im Garten (Ostern im Bikini!) und mit Freunden bei einer kleinen Radtour verbracht.
So kann man sich täuschen - manchmal kommt eben doch alles anders. Gott sei Dank.
Sonntag, 24. April 2011
Es ist Ostern
Ich wünsche allen, die hier verbeisurfen, ein gesegnetes Osterfest.
"Der HERR ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden..." (Für Mottebiene ein lieber Foto-Gruss vom heimschen Wohnzimmertisch)
Donnerstag, 21. April 2011
Rentner auf Probe
Mein Mann hatte heute seinen vorerst letzten Arbeitstag.
Seit Monaten und Jahren hatten sich Überstunden und Über-Überstunden angesammelt, projektbedingt hat er sogar noch alten Urlaub. In vergangenen Jahren hat er sich diese oft auszahlen lassen, aber diesmal ist er mit dem Chef übereingekommen, dass er diese Zeit lieber abfeiern möchte. Und so kommt es, dass heute nun sein letzter Arbeitstag war. Sein erster Arbeitstag nach diesem Urlaub wird dann der 15. August 2011 sein!
Er ist also fast vier Monate! zu Hause.
Allen Mädels, bei denen sich jetzt der neidvolle Gedanke regt: "Boah, sie hat einen Hausmann zu Hause, wenn sie heimkommt, ist die Wohnung sauber, das Essen fertig und die Wäsche gebügelt..." - kann ich jedoch sagen: "Drückt schnell auf die Stopptaste, so wird es nämlich nicht."
Mein Mann wird ein "Gartenmann" sein. Er hat sich so viel im Garten vorgenommen, dass wir schon zweifeln, ob vier Monate reichen :-).
Aber darauf freue ich mich natürlich auch, wenn unsere Bauprojekte im Garten vorwärts gehen.
Und die freie Zeit gönne ich ihm von Herzen.
Mittwoch, 20. April 2011
noch 98 Tage
Schön, wenn so eine E-Mail kommt, die im Betreff "Hallöchen" heisst. Bedeutet das doch, die Mail ist von Mottebiene und es geht ihr gut.
Ich bin sehr dankbar, dass es in den letzten Tagen keine schweren Nachbeben in Japan gab und auch über die Ausbreitung von Radioaktivität wird im Moment nichts bedrohliches gemeldet.
Gott sei Dank.
Gemäss unserer Tochter wurden die Einschränkungen beim Mineralwasserkauf gelockert - auch ein gutes Zeichen. Und die Kurse, die sie in diesem Sommersemester gewählt hat, sind nun endlich solche aus ihrem Studienfach, während sie im vergangenen Semester nur Sprachkurse belegt hatte. Und sie gefallen ihr sehr gut. Wobei, einer dieser Kurse hat die europäische Gesellschaft als Inhalt.
Hmm...Kind muss also nach Japan, um die europäische Gesellschaft zu studieren....sehr speziell.
Aber - Hauptsache es geht ihr gut.
Montag, 18. April 2011
Nicht auf der Jagd und doch geschossen...
Ist es möglich, ganz ohne Wald und Flur und völlig ohne Gewehr einen Bock zu schiessen? Und ob! Ich kann das. Mit meinem Computer habe ich beim Plakat für den n
ächsten ImPulsgottesdienst einen richtigen Bock geschossen. Wo das Hörnertier versteckt ist, darf der geneigte Sucher selbst herausfinden und sehr gerne kommentieren...
Sonntag, 17. April 2011
Ein sonniger Sonntagnachmittag im Garten...
Na? Immer noch Winterschlaf? Wir haben jedenfalls nicht geschlafen sondern wir durften schon ernten: Schnittlauch, Liebstöckel und Zitronenmelisse...
Künstler und solche, die es werden wollen
Wie jedes Jahr vor Ostern, trafen wir uns gestern im Garten von Freunden, um Eier auf sorbische Art zu bemalen. Einer von uns Sechsen hat das zu Kinderzeiten richtig gelernt und dann viele Jahre praktiziert. Er ist also der Anweiser und der uns sagt, was wir wie zu machen haben, damit am Ende ein schön bemaltes Ei zu bestaunen ist. Und die Eilein, die er verziert, sind auch richtige kleine Kunstwerke. Wir anderen geben uns redlich Mühe ihm nachzueifern,
was mehr oder weniger gut gelingt uns aber dennoch viel Freude macht. Dabeisein zählt eben mehr als künstlerische Perfektion. Am lustigsten sind wohl die Dialoge, die sich so entwickeln, wenn wir alle an einem Tisch sitzen, über Farben, Muster, Bienenwachs, und Federkiele diskutieren, gegenseitig unsere Werke begutachten und wenn schon nicht unser Können, so doch unsere Kreativität bestaunen. Am Ende darf natürlich ein Foto unserer Arbeiten nicht fehlen.
Donnerstag, 14. April 2011
Ich bin geplättet
Heute Abend war Abschluss unseres Tanzstundengrundkurses. Es blieb für uns wie in der ersten Stunde jeweils ein vergnüglicher Abend immer donnerstags 80 Minuten lang. Wir tanzten Wiener Walzer, langsamen Walzer, Foxtrott, Bachata, Merengue, Tango Argentino, Swing und natürlich Disco-Fox. Auch wenn mit der Zeit die Schritte schwieriger wurden und hie und da die verschiedenen Drehungen und Figuren nicht ganz so gut glückten, unsere Tanzlehrerin blieb geduldig, lebhaft-lustig und wir blieben locker. Beim vorletzten Mal lud sie nun werbend ein, noch den Ergänzungskurs zu belegen - wieder 8x80 Minuten, immer einmal pro Woche. Das wäre also von Mitte Mai bis Mitte Juli. In der Pause fragte ich meinen Mann (eigentlich nicht ganz ernstgemeint), was er denn von dem Ergänzungskurs hielte. Und was antwortet er? "Na, also wenn das Ganze etwas bringen soll, müssen wir den schon auch noch mitmachen." Ich hatte ja in den vergangenen Tanzstunden schon gemerkt, dass ihm die Tanzerei nicht nur Mühe, sondern auch Spass macht, und dass er sich kein bisschen ungeschickt anstellt. Aber dass er bereit ist, nochmal acht Abende, und zwar in der schönsten Gartenzeit, in der Tanzschule zu verbringen, das hat mich dann doch umgehauen. Und nun sind wir schon angemeldet. Am 12. Mai gehts los - ich freue mich sehr (ich tanze nämlich für mein Leben gern).
Mittwoch, 13. April 2011
Happy Birthday
Heute feiert unsere Tochter ihren 23. Geburtstag. In Japan. In Gedanken drücken wir sie ganz fest, wünschen ihr Gottes Segen, Bewahrung... Gleich nach Feierabend habe ich sie noch angerufen, da war es bei ihr schon eine halbe Stunde vor Mitternacht - ihr Geburtstag also bereits fast vorbei. Und so konnten wir telefonisch noch Grüsse, Wünsche, Gedanken austauschen, hatten schöne Minuten miteinander. Ihre Mitstudenten und Freunde dort haben ihr so eine schöne Geburtstagsüberraschungsparty bereitet, sie war ganz gerührt. Von den schweren Nachbeben erfahren sie dort z.Zt. nur durch das Internet bzw. die Nachrichten, in Tsu ist nach wie vor alles ruhig.
Dienstag, 12. April 2011
Montag, 11. April 2011
Es gibt wohl keine Ruhe mehr auf dieser Welt?
In letzter Zeit gehe ich den Nachrichten so gut es geht aus dem Wege, aus Angst vor schlimmen Meldungen aus Japan... Aber sich immer davor drücken geht gar nicht. Irgendwie dringen sie doch zu mir vor. Daran merke ich erst wie medienlastig wir eingesponnen sind. Es ist jedoch nicht nur das Geschehen in Japan, was mich traurig macht: Dort ereignete sich heute südlich von Fukushima wieder ein schweres Beben der Stärke 7. In Minsk gab es in der U-Bahn eine gewaltige Explosion (vermutet wird ein Attentat), es starben sieben Menschen. Letzten Freitag führte ein Sandsturm auf der A19 zwischen Berlin und Rostock zu einer Massenkarambolage mit acht Toten. In den Niederlanden gab es letzte Woche einen Amoklauf.... Nein, auf dieser Welt ist einfach niemand sicher. Nie war mir klarer - wir sind alle in Gottes Hand.
Sonntag, 10. April 2011
Freunde
Schon lange geplant, kamen uns gestern Freunde aus Offenburg besuchen und wir haben einen richtig schönen Tag miteinander verbracht. Haben einen Ausflug in unsere grosse Kreisstadt unternommen, die kannten sie noch nicht und sind dann, nach Fussgängerzonenbummel, Mittagessen und Blick über die Dächer von Lörrach in unserem Garten gelandet zum Kaffeetrinken und Tagausklingenlassen. Schön, wenn man sich einfach so austau
schen kann, eigene Sorgen mal vergessen, anderen Kummer mittragen. Wieder mal wird klar, jeder Mensch hat sein Päckchen zu tragen, niemandem geht es zu wohl... Wir aber haben nicht nur Sorgen ausgetauscht. Es gab auch Schönes oder Neues zu berichten. Wir haben gelacht, Pläne gemacht und die Blütenpracht und Sonne in unserem Garten genossen. Danke für diesen Tag.
Donnerstag, 7. April 2011
Ja, so will ich es sehen...
"Gott will mit dir reden. Will dir zuhören. Will warten, bis du die richtigen Worte findest. Du darfst sagen, was du denkst, was du fühlst. Darfst weinen und wehklagen. Du darfst ihm sogar Vorwürfe machen. Und dann lass auch ihn reden. Sanft und einfühlsam wird er mit dir sprechen. Klug und verständnisvoll. Und du weisst, du bist zuhause." Jürgen Werth
Dienstag, 5. April 2011
Die Quadratur des Kreises
Donnerstag, 31. März 2011
nichts Genaues weiss man nicht
Nach wie vor kann sich unsere Tochter nicht dazu entschliessen, hier in Deutschland zu bleiben und das Sommersemester in Heidelberg weiterzuführen. Und nach wie vor kommen aus Fukushima keine entwarnenden Nachrichten. Im Gegenteil, die Lage ist weit davon entfernt stabil zu sein, noch immer droht die vollstänige Kernschmelze, noch immer tritt Radioaktivität aus, die sich mehr und mehr verbreitet. Dieser Schwebezustand zehrt an den Nerven, den Kräften und an der Gesundheit. Zur Verteidigung unserer "Kurzen" muss ich jedoch sagen, dass die Informationen ihrer UNI's, sowohl der in Heidelberg als auch der in Japan dergestalt sind, dass sie durchaus ihr Studienjahr in Japan fortsetzen könnte. Sie sei dort nicht in der Gefahrenzone....(Vorausgesetzt natürlich in Fukushima passiert kein SuperGau, die Strahlung lässt sich eindämmen und kein weiteres schweres Beben beschädigt das havarierte oder ein andres AKW). Auch ihre Kommilitonen halten am Vorhaben fest, nach Japan zurückzukehren. Der Flug ist für kommenden Mittwoch, 6.4.11, gebucht. Es bleibt spannend und heute noch völlig offen, ob sie den Flug wahrnimmt, umbucht oder absagt.
Montag, 28. März 2011
Wir hatten die Wahl
Gestern war Landtagswahl - eine spannende Sache. Dass die Wahlbeteiligung diesmal bei über 60% lag, ist ein klares Zeichen dafür, dass die vielzitierte Politikverdrossenheit der Bürger in ein Wir-haben-die Nase-voll-Engagement übergegangen ist. Und so gestaltete sich auch das Ergebnis der Wahl. Die Grünen sind der große Gewinner. Sie konnten ihren Stimmenanteil von elf auf rund 24 Prozent steigern und wollen mit der SPD die Regierung stellen. Die Sozialdemokraten erreichten rund 23 Prozent. Die CDU verlor massiv, die mitregierende FDP sogar etwa die Hälfte ihres Stimmenanteils. Sie schafft mit etwa fünf Prozent nur ganz knapp den Einzug in den Landtag. Stefan Mappus ist also mit fliegenden Fahnen abgewählt und ich finde, diese "Klatsche" haben er und seine Partei mitverursacht. Nach 58 Jahren wird nun erstmals nicht die CDU Baden-Württemberg regieren. Ob das allerdings gut ist für´s "Ländle"? BW ist ein wirtschaftlich sehr starkes und traditionsreiches Bundesland. Ob das so bleibt? Die Grünen wollen den künftigen Ministerpräsidenten stellen, namentlich Herrn Kretschmann. Wir werden sehen, welche neue Politik uns Bürger nun erwartet und wie sich die grossen Konzerne dazu stellen.
Samstag, 26. März 2011
Jesus, hilf durch diesen Tag.
rhaben, so schnell wie möglich wieder nach Japan zu reisen. So tropfen die Tage dahin, die Anspannung bleibt, Sorgen schleichten sich ungebeten immer wieder in die Gedanken. Wir üben
Annemonen...und...und...und. Und ein vielstimmiges Vogelkonzert. Für mich war das ein richtiger Himmelgruss - trotz aller Sorge ist die Welt sooo schön - "...ich bin bei euch alle Tage..." Wir gingen bei wunderschönem Wetter ans Werk, Kompost umsetzten, Stauden und Sträucher düngen, Rosen abhäufeln und was sonst so im Frühling zu tun ist. Und weils so schön war, haben wir gleich noch "angegrillt", einfach ein paar Würstchen für uns zwei, bisschen Brot und Tomatchen, war einfach aber lecker.Dienstag, 22. März 2011
Zeit aus Blei
Unsere Tochter zieht es nach Japan. Wie auf Kohlen verfolgt sie täglich die Nachrichten aus Japan, immer in der Hoffnung, dass die atomare Katastrophe in Fukushima endlich eingedämmt werden kann und die Lage stabil wird. Ich sitze ebenfalls auf Kohlen, wenn auch auf ganz anderen. Ich sorge mich um meine Kind, habe Angst um sie, wenn sie wieder zurückginge wegen den weitreichenden Folgen der massiven Strahlung. Ich haben keine Ahnung, wie ich damit umgehen soll, wenn sie nächste Woche oder Mitte April wieder nach Tsu fliegt. Und die Nachrichten melden nach wie vor keine Fortschritte aus Fukushima. Die Bilder und Berichte aus dem Erdbeben- und Tsunamigebiet sind erschreckend...die Menschen tun mir so leid. Inzwischen versuchen wir, die gemeinsame Zeit auch ein bisschen zu geniessen. Und so hatten wir sogar ein den Umständen entsprechenden schönes Wochenende. Wir hatten Zeit für einen kurzen Abstecher in den Garten, haben dort sitzend die neue Steinbank am Teich (mein künftiger Lieblingsplatz) eingeweiht. Am Samstag Nachmittag und Abend hat unser Kind uns von Japan erzählt, von ihren Kommilitonen, ihrer UNI, von ihren Schülern im Deutschkurs, von ihrer Reise durch verschiedene Städte, von Tokyo, und sie hat uns mindestens Tausend Fotos gezeigt. Und ich muss sagen, Japan ist ein schönes Land, seit diesem Abend kann ich die Begeisterung meiner Tochter gut verstehen. Aber noch heisst es abwarten... Heute ist sie erst mal nach Heidelberg gefahren, es gibt dort Unstimmigkeiten mit ihren untergestellten Möbeln. Ausserdem möchte sie verschiedene Dinge an der UNI klären und natürlich ihre Heidelberger Mitstudenten treffen. Vielleicht bringen die nächtsen Tage ja Klarheit.
Donnerstag, 17. März 2011
Atempause - Anspannung
Seit gestern ist unsere Tochter wieder in Deutschland.
Es liegen echt nervenaufreibende Tage und Stunden hinter uns.
Die Lage in Japan wurde immer besorgniserregender, so dass sich unsere Tochter und zwei Komilitoninnen am Montag entschlossen, so schnell wie möglich nach Deutschland zu fliegen.
Den Montag Nachmittag bis in den späten Abend verbrachten mein Mann und ich damit, von Deutschland aus für die Drei Flugtickets zu bestellen, die dann in Osaka bereit liegen sollten und gleichzeitig mit den anderen beiden Müttern und den drei Mädels Kontakt zu halten.
Die Tickets zu ergattern war ein echter Thriller, als sie spät abends per mail endlich bestätigt wurden, war es in Japan schon nachts um drei.
Blieb noch die Sorge, dass sie in Osaka vielleicht nicht anerkannt wurden oder der Flug annulliert werden könnte...
Stundenweise stieg die Anspannung bis ins Unermessliche - bis am Dienstag kurz nach 15.00 Uhr die erlösende mail kam: "Sitzen im Flugzeug."
Und am Mittwoch Abend gegen 20.00 Uhr sind sie wohlbehalten und überpünktlich in Zürich gelandet.
Diese Tage werde ich wohl mein Lebtag nicht vergessen!
Aber bei aller Sorge haben wir in dieser Zeit etwas sehr Schönes erfahren - nämlich wie viele Menschen aus unserer Umgebung Anteil genommen haben.
So viele, Verwandte, Freunde, Kollegen, sogar Leute, mit denen wir nur sehr selten zu tun haben oder die wir nur oberflächlich kennen, erkundigten sich per Telefon, per Mail oder persönlich nach unserer Tochter. Das tat wirklich gut.
Und wie geht es nun weiter?
Heute, am Donnerstag sind die beiden Studienfreundinnen von uns aus erst mal in ihre Heimatstädte gereist. Aber schon gestern Abend liessen alle drei keinen Zweifel daran, dass sie so schnell wie möglich wieder nach Japan zurück wollen.
Erst dachte ich, na ja, sie müssen erst mal richtig ankommen. Aber so langsam fürchte ich, sie meinen es ernst damit. Der Rückflug ist für den 6.4.11 gebucht - die Kuh ist also noch nicht vom Eis.
Sonntag, 13. März 2011
Eigentlich gibt es keine Worte...
Das Ausmass der Katastrophe in Japan nimmt stündlich schlimmere Formen an.
Was Beben und Tsunami zerstört haben, ist kaum zu beschreiben. Ganze Reisezüge werden vermisst, ein grosses Schiff ist einfach verschwunden.
Tausende Tote, zehntausend vermisste Menschen, Hunderttausende haben alles verloren, Notunterkünfte sind überfüllt. Es gibt keinen Strom, kein Wasser, kaum zu essen.
Dazu wird es bitterkalt - es ist ja noch Winter, und das havarierte Atomkraftwerk droht alles zu verstrahlen...
Bei Welt online war gestern zu lesen:
"Die Erdstöße in Japan waren so stark, dass sich die Rotation des Planeten geändert hat. Der Tag war dadurch kürzer... Das katastrophale Erdbeben in Japan hat Wissenschaftlern zufolge mit seiner Wucht große Landmassen verschoben und den Lauf der Welt verändert. Die japanische Hauptinsel sei um 2,4 Meter verrückt worden, sagte Kenneth Hudnut von der US-Geologiebehörde dem Fernsehsender CNN..."
Die Sorge um unsere Tochter steigt und steigt.
Ich kann gar nicht anders, als immerfort zu beten, für unser Kind, für die Menschen, die direkt von der Katastrophe betroffen sind, für die Menschen, die genau wie wir Angehörige in Japan haben .
Telefonverbindungen gibt es nicht, aber zum Glück Internet - wir können täglich skypen - und Gott sei dank, es geht ihr gut.
Sie ist in der Mie-Präfektur in der Stadt Tsu, ca. 500 km südlich von Fukushima, und dort geht das Leben ganz normal weiter, von gelegentlichen Tsunami-Warnungen abgesehen, die durch die Nachbeben und die Nähe zum Pazifik erklärbar sind. Dadurch wollte sie, wenn es irgend geht auch dort bleiben und nicht einfach nach Deutschland abreisen.
Es ist nicht zu beschreiben, wie man sich fühlt, wenn man in Radio / Internet oder TV solche Nachrichten hört und sieht und gleichzeitig das eigene Kind sagt: ich bleibe hier....
Freitag, 11. März 2011
Japan
Als ich heute Morgen zur Arbeit kam und meinen Computer startete war überrschend eine Mail von
unserer Tochter eingegangen, dass es gerade eben ein Erdbeben gegeben habe, das sie und die anderen Studenten im Campus ziemlich beunruhigt hat, dass es ihr und den anderen aber gut gehe. Es herrschte eher die Meinung: Wow! wir haben ein Erdbeben erlebt.
Ich war einigermassen beruhigt und dachte mir, na ja, Erdbeben sind in Japan an der Tagesordnung.
Die Menschen leben damit und wissen damit umzugehen.
Allerdings wussten zu diesem Zeitpunkt weder unsere Tochter noch ich, dass dieses Erdbeben gegen 14.45 Uhr mit 9,0 auf der Richterskala das schwerste Beben war, das je in Japan gemessen wurde, dass es einen Tsunami ausgelöst hatte, der die Stadt Sendai auf furchtbare Weise quasi weggespülen würde, dass in Fukushima ein Atomkraftwerk mit 5 Reaktoren so beschädigt worden ist, dass ein späteres Nachbebeben mehrere Explosionen in vier diese Reaktoren verursachen und eine atomare Katastrophe auslösen würde.
Donnerstag, 10. März 2011
Da pulsiert meine rebellische Ader...
Ob E10 klimaschonend oder ölunabhängigkeitsfördernd ist, das ist nur vordergründig das Thema, im Grunde geht es mal wieder um den Gewinn der Konzerne:
Welt-online-Artikel vom 10.3.11:
"...Das Unternehmen (Raffinerie Leuna) benötige aber Planungssicherheit für Produktion, Logistik und Vertrieb der Kraftstoffe. Das neue Produkt Super E10 müsse von den Verbrauchern angenommen werden, damit auch eine Nachfrage auf dem Markt entsteht. ..."
Den ganzen Artikeln kann man hier lesen
komische Auszeit
Eigentlich war gestern terminmässig der wichtigste Tag der Woche.
Ausser meiner normalen Büroarbeit war gleich nach Feierabend mein Sportprogramm vorgesehen, dann nach Hause fahren, kurz unter die Dusche, Abendessen und um 20.00 Uhr ab zum Vorbereitungstreffen des ImPulsteams.
Der Sport war mir wichtig, weil das Montagstraining wegen Rosenmontags-geschlossener-Muckibude ausfallen musste, und zum ImPulstreffen wollte ich unbedingt, weil ich nächste Woche nicht teilnehmen kann, und weil mich die Themenfindung und die Diskussion sehr interressierte.
Doch dann traf mich der schon aus meinen Kindertagen bekannte Satz: "Der Mensch denkt und Gott lenkt." mit voller Breitseite.
So gegen acht Uhr morgens, als ich schon am Schreibtisch sass und meiner Arbeit nachging, überfielen mich urplötzlich Kopfschmerzen, die sich mehr und mehr steigerten. Erst eine, dann noch eine Schmerztablette blieben völlig wirkungslos.
Um die Mittagszeit begann ich damit zu liebäugeln, meinen Sport sausen zu lassen und mich lieber nach Feierabend noch ein bisschen hinzulegen, bevor ich zum Vorbereitungtreffen gehen würde.
Doch es wurde immer noch schlimmer, so gegen vier war ich gar nicht mehr sicher, dass ich zum Treffen gehen könnte, der Sport war inzwischen sowieso passé.
Als ich dann Büroschluss machte, war ich froh, heil zum Parkhaus und später auch ohne Zwischenfall nach Hause gekommen zu sein. Als ich daheim ankam, war das erste, was ich im Flur sah, meine Sporttasche. Oh - ich hatte sie also am Morgen gar nicht dabei, hätte also nach der Arbeit gar nicht in Fitnessstudio fahren können....
Aber ich hatte inzwischen nur noch die nächste Liegemöglichkeit im Sinn, sank auf´s Sofa und blieb wie angetackert liegen. Bei jeder Bewegung schien mein Gehirn die Schädeldecke zu sprengen, mein Kopf hatte gefühlte Wassermelonengrösse.
Irgendwann schaffte ich es noch zu telefonieren und meine ImPuls-Treffen-Teilnahme abzusagen und mich wieder langzulegen.
So langsam machte ich mir auch Sorgen. Wo sollte das denn hinführen? Es tat so weh, ich war zu keinem Gedanken fähig.
Aber dann, so gegen Neun, mein Mann hatte sich zu mir gesetzt - wenn er auch nicht helfen konnte, sein Mitgefühl tat dennoch gut - auf einmal liess der Schmerz nach.
Wie ein Krampf, der sich plötzlich löst. Eine halbe Stunde später waren die Schmerzen wie weggeblasen.
Oh, was war ich froh und dankbar darüber. Für das Impulstreffen war es nun freilich zu spät.
Ich verzog mich stattdessen in mein Bett, konnte gut schlafen und war heute auf wunderbare Weise fit wie ein Eichhörnchen! So fit, dass ich heute meinen Sport nachholen konnte.
Vom ImPuls werde ich mich allerdings mit dem Protokoll begnügen müssen - jedoch kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren - es sollte wohl so sein...
Dienstag, 8. März 2011
Mittagspause im Hörsaal
Heute wurde der 100. Internationale Frauentag begangen.
Anlass für die Firma, in der ich arbeite, einen besonderen Vortrag zu organisieren.
Eine ehemalige Angestellte dieser Firma erzählte von und über eine besondere Reise, die sie unternommen hat.
Sie fuhr allein mit dem Fahrad in 888 Tagen um die Welt.
Durch Wüsten, durch Dschungel, durch bitterarme Länder, steile Berge hinauf und halsbrecherische Serpentinen hinunter, durch Wasserläufe und exotische Städte.
Ihr Vortrag handelte von Mut, Umgang mit Ängsten und Risiken, von Motivation und der Begegnung mit fremden Kulturen.
Natürlich war in 45 Minuten nicht gar so viel Information unterzubringen. Aber viele Fotos von ihrer Reise untermalten ihre Rede und beeindruckten sehr.
Was ich mitgenommen habe aus diesem Intermezzo?
"Es geht immer viel mehr, als man denkt".
Wer mag, kann hier mehr über die Reise durch 28 Länder der Erde erfahren:
http://www.radreisen.dorothee-fleck.com/
Sonntag, 6. März 2011
Die Gartensaison ist eröffnet
Wir hatten gestern unseren ersten richtigen Garteneinsatz.Bei schönstem Sonnenschein machten wir uns gleich nach dem Mittagessen auf den Weg.
Und voilà, gegen Abend waren die Rosen und der Rosmarin geschnitten, Farn, Hortensie, Lavendel und Glockenblumen von vertrocknetem Laub und Blüten des Vorjahres befreit sowie der gesamte Holzschnitt der vergangenen Wochen für ein Feuerchen vorbereitet.
Das Feuer hat uns dann bis in den späten Abend zum Bleiben verlockt, wir hatten ganz spontan Freunde eingeladen - war schön.
Samstag, 5. März 2011
am Wegesrand..
Freitag, 4. März 2011
Gebet
"Möge Gott dich mit Tränen segnen, zu vergiessen für die, die unter Schmerzen, Ablehnung, Hunger und Krieg leiden,
damit du deine Hand ausstreckst, um sie zu trösten und ihren Schmerz in Freude zu verwandeln.
Und möge Gott dich mit der Torheit segnen, daran zu glauben,
dass du die Welt verändern kannst, indem du Dinge tust, von denen andere meinen, es sei unmöglich, sie zu tun."
Autor unbekannt
Mittwoch, 2. März 2011
Vorfreude
Der März ist mit Sonnenschein eingezogen. Wenn auch der Wind heute noch sehr kalt und eisig war, der blaue Himmel, die strahlende Sonne lassen schon den Frühling erahnen.
Und an den Sträuchern blitzt doch tatsächlich hie und da schon vorwitziges Grün...
Morgens, wenn ich kurz nach Sieben losfahre, ist es nicht mehr dunkel und abends, wenn ich so wie heute erst halb Sieben nach Hause komme, ist es immer noch ziemlich hell.
Ach schön - er kommt, der Frühling.
Dienstag, 1. März 2011
Was macht ein schönes Leben aus?
Von Sabine Drecoll, Evangelische Kirche:
"Wunderschön ist sie. Die Frau, die ich in der Citykirche in Reutlingen getroffen habe. Ihre Augen strahlen. Sie lächelt bezaubernd. Und das Lächeln vertieft die hundert Falten in ihrem Gesicht.
Bei einer Tasse Kaffee erzählt sie mir von ihrem Leben. Dass sie jetzt in ihrem Ruhestand viele schöne Reisen macht und sich ganz vielfältig engagiert. Für Menschen möchte sie da sein, gerade für einsame Menschen. Darum besucht sie Senioren zu Geburtstagen und organisiert für Seniorengruppen Reisen und Ausflüge.
Sie war Lehrerin - ich kann mir gut vorstellen, dass sie eine tolle Lehrerin war. „Ich mag dich, ich finde es gut, wie du bist" - das strahlt aus jedem Wort, aus jedem Blick heraus. Das hat ihren Schülerinnern und Schülern bestimmt gut getan. Auch ich fühle mich einfach nur wohl in ihrer Gegenwart.
„Sie haben eine wunderbar positive Ausstrahlung", sage ich zu ihr. „Ja", sagt sie, „das Leben ist ja auch schön" - sie stockt - „auch wenn es nicht immer leicht ist". Dann erzählt sie von ihrem Mann, der gestorben ist als sie erst 43 war und sie erzählt von den Menschen, die in dieser schweren Zeit für sie da waren. Sie erzählt, wie sehr sie ihren Mann vermisst, und sie erzählt von ihren schönen Aufgaben, die sie nicht in Einsamkeit versinken lassen. Sie erzählt, wie gerne sie und ihr Mann Kinder gehabt hätten, und wie schön sie es findet, dass sie als Lehrerin für Kinder da sein konnte.
Ich war beeindruckt von dieser Frau. Sie konnte in allem, was ihr im Leben begegnet ist, das Gute und Schöne sehen. Wie sie das wohl geschafft hat? Die alte Dame hat es mir verraten. „Immer wenn es schwer war," hat sie gesagt, „immer dann habe ich besonders gemerkt, dass Gott für mich da war und dass er mir Gutes tut".
Sie zieht aus ihrer Handtasche eine Karte mit einem Psalmwort hervor: Von allen Seiten umgibst Du mich und hältst deine Hand über mir. Stiege ich hinauf in den Himmel, dann bist du da; stiege ich hinunter zu den Toten, dann bist du auch da. Und flöge ich dorthin, wo die Sonne aufgeht, oder zum Ende des Meeres, wo sie versinkt, dann wird auch dort deine Hand nach mir greifen und mich halten. (Psalm 139)
„Das heißt doch, dass Gott immer für mich da ist und mich nicht loslässt, egal was passiert - glauben Sie das nicht auch?", fragt sie mich. „Ja, sage ich, „daran glaube ich ganz fest.""
Mich hat diese Geschichte heute morgen im Radio besonders angerührt.
Ich möchte von dieser Frau lernen, immer nur das zu tun, was gerade "dran" ist, das aber mit ganzem Herzen.
Sie hat jeden Abschnitt ihres Lebens mit den ihm eigenen Aufgaben angenommen und sie hat sich führen lassen, Schritt für Schritt.
Montag, 28. Februar 2011
Sonntag, 27. Februar 2011
Die Maus in der Keksdose
Ein verregneter Sonntagnachmittag - wie schön.
Zeit zum Lesen, Zeit zum Predigthören, Zeit zum Schreiben...
Unseren heutigen Gottesdienst haben die diesjährigen Konfirmanden gestaltet und haben sich dafür wieder richtig viel Mühe gegeben.
Unter anderem haben sie den folgenden Sketch vorgetragen:
Zwei Mädchen möchten von ihrem Vater wissen, wie man Christ wird.
Der Vater reagiert unwirsch, die Frage ist ihm lästig.
Eine der Töchter ist hartnäckig, sagt, dass ihre Freundin behauptet habe, als Christ müsse man an Gott glauben.
Der Vater darauf ganz harsch, das sei Quatsch, als Christ müsse man nicht unbedingt an Gott glauben, als Christ wird man geboren - sie (die Tochter) sei in eine christliche Familie hineingeboren, also sei sie auch Christin.
Darauf fragt diese Tochter ganz verwundert: "Aber Papa, wenn eine Maus in einer Keksdose geboren wird, dann ist sie doch auch kein Keks...!"
Ich fand diesen Vergleich so treffend und musste laut lachen.
960 Stufen
Sohn und Schwiegertochter sind gestern von einer Stadt in eine andere, nahegelegene Stadt in ihre neue Wohnung gezogen.
Natürlich waren wir da helfenderweise mit von der Partie.
Um neun war Treffen in der "alten" Wohnung in Stadt 1. Zwei Kleintransporter waren besorgt und standen schon beladebereit vor der Haustüre, ausserdem waren noch andere Verwandte und Freunde da, um den ganzen Hausrat nach unten zu tragen, in den Autos zu verstauen und dann wieder auszuladen und in die neue Wohnung in Stadt 2 zu bringen.
Alles war bestens vorbereitet, die Schränke zerlegt, der Inhalt in Kisten, Tüten und Kartons gepackt und was sonst an Vorarbeit zu einem Umzug gehört. Wir waren neun Leute, begannen ca. halb Zehn mit dem Ausräumen der Wohnung und waren bereits halb Zwölf mit dem entladen der Autos fertig - alles war nach zwei Stunden in der neuen Wohnung angekommen!
Wir waren ganz euphorisch, dass es so gut gelaufen war, freuten uns und machten erst mal Pause.
Da erst merkten wir, dass sich unsere Beine ganz schön schmerzhaft meldeten.
Klar, beim Be-und Entladen verdrängt man die Anstrengung, aber so ganz ignorieren konnten wir dann doch nicht, dass die auszuräumende Wohnung 48 Stufen hoch lag, natürlich ohne Fahrstuhl.
Die neue Wohnung liegt zwar im zweiten Stock nur 24 Stufen hoch, allerdings liegt das Haus an einem Hang und bis zum Hauseingangmuss man 24 Stufen hinabsteigen! Also wieder 48 Stufen.
Und da jeder von uns sowohl in Stadt 1 als auch in Stadt 2 mindestens zehn mal zwischen Auto und Wohnung hin und her gependelt ist, steckten jedem von uns zur Mittagspause mindestens 960 Stufen in den Beinen...
Auch Arme und Schultern signalisierten einen aufziehenden Muskelkater für heute.
Den konnte auch das Entspannungsbad gestern Abend nicht verhindern.
Aber so ein Muskelkater geht ja auch wieder vorbei.
Wichtig ist, der Umzug lief wie am Schnürchen, niemand ist bei der Schlepperei bzw. dem anschliessenden Schränkeaufbau verunfallt und nichts ist zu Bruch gegangen.
Wenn das kein voller Erfolg und Grund zur Dankbarkeit ist...
Donnerstag, 24. Februar 2011
Mittwoch, 23. Februar 2011
Halbzeit
Heute ist die Hälfte der Zeit, die unsere Tochter in Japan zu verbringen beabsichtigt, um.
Heute in 22 Wochen, am 27.07.11 um 17.50 Uhr, landet sie, wenn alles gut geht, wieder in Frankfurt.
Zur Zeit hat sie Semesterferien und besucht eine Woche lang Tokyo.
Einerseits finde ich, dass die 5 Monate, die sie nun schon in Japan ist, schnell vergangen sind, andererseits, erscheinen mir die noch verbleibenden Wochen unendlich lang.
Ich wünsche ihr weiterhin eine bewahrte Zeit.
Dienstag, 22. Februar 2011
Das erste Mal
In der Tanzstunde.
Erwachsenengrundkurs - erste Stunde.
Wir waren schon sehr gespannt darauf, mein Mann wohl noch ein bisschen mehr als ich.
Ich hoffte inständig, dass dieses erste Mal kein Desaster würde, in dem er sich nach einem stressigen und langen Arbeitstag nur noch genervt fühlte.
Doch dann lief alles ganz easy.
Zum einen fühlten wir uns wohl in der Runde unserer "Mitschüler", denn wir waren 22 Paare, altersmässig mittendrin.
Zum anderen sorgte die Tanzlehrerin für entspannte Stimmung, erklärte alle Schritte sehr einfach und anschaulich, so dass jedes Paar Gelegenheit und Zeit hatte, die zu lernenden Schritte auszuprobieren, ohne Sorge, wenn mal ein Schritt daneben ging.
Auf diese Weise hatten wir anderthalb vergnügliche und entspannte Stunden, zu diesem Resümé kam auch mein Mann.
Und nun freuen wir uns schon auf die nächste Stunde...
Montag, 21. Februar 2011
ein Schmankerl zu Mittag
Die Einleitung für unser Firmen-Gebetstreffen hat mir heute besonders gut gefallen:
Psalm 37 als Zusage und Starthilfe für die kommende Woche:
Sonntag, 20. Februar 2011
Donnerstag, 17. Februar 2011
Eine Geschichte...
...zum hinter die Ohren schreiben:
Am ersten Sonntag predigte er in einer völlig leeren Kirche. Am zweiten Sonntag war es genauso. Und wenn der Pfarrer an den Werktagen seine Gemeindeglieder besuchte, erging es ihm nicht besser. "Die Kirche ist tot", so sagte man ihm.
Aber am Donnerstag nach jenem zweiten trostlosen Sonntag geschah's, dass eine Todesanzeige in der Zeitung erschien. Dort konnte man lesen:
"Mit dem Ausdruck tiefsten Bedauerns
und der Zustimmung meiner Gemeinde gebe ich
den Tod der Kirche zu Yonderton bekannt.
Die Trauerfeier findet am Sonntag um 11 Uhr statt.
Herbert Wright, Pfarrer zu Yonderton. "
Die Anzeige löste lebhafte Diskussionen aus.
Am Sonntag war bereits um halb elf die Kirche gedrängt voll.
Als ich die Kirche betrat, sah ich einen Sarg auf einer Bahre vor dem Altar stehen. Pünktlich um 11 Uhr bestieg Pfarrer Wright die Kanzel:
"Meine Freunde, Sie haben mir klar gemacht, dass Sie überzeugt sind, unsere Kirche sei tot. Sie haben auch keine Hoffnung auf Wiederbelebung. Ich möchte nun diese Ihre Meinung auf eine letzte Probe stellen. Bitte gehen Sie einer nach dem anderen an diesem Sarg vorbei und sehen Sie sich die Tote an. Dann verlassen Sie die Kirche durch das Ostportal. Danach werde ich die Trauerfeier allein beschließen.
Sollten aber einige unter Ihnen Ihre Ansicht ändern und wären auch nur wenige der Meinung, eine Wiederbelebung der Kirche sei vielleicht doch möglich - dann bitte ich diese, durch das Nordportal wieder hereinzukommen. Statt der Trauerfeier wörde ich dann einen Dankgottesdienst halten."
Ohne weitere Worte trat der Pfarrer an den Sarg und öffnete ihn.
Ich war einer der letzten in der Reihe vor dem Sarg. So hatte ich Zeit, darüber nachzudenken: "Was war eigentlich die Kirche? Wer würde wohl im Sarg liegen? Würde es vielleicht ein Bild des Gekreuzigten sein?" Die anderen in der Reihe dachten wohl ähnlich, ich merkte, wie uns ein Schaudern überkam, je mehr wir uns dem Sarg näherten. Zudem erschreckte uns ein Knarren und Quietschen. Die Tür des Nordportals drehte sich in ihren verrosteten Angeln. Herein trat eine kaum zu zählende Menge.
Nun war es soweit, dass ich die tote Kirche sehen sollte. Unwillkürlich schloß ich die Augen, als ich mich über den Sarg beugte. Als ich sie öffnete, sah ich ich mich selbst - im Spiegel."
Autor unbekannt
Mittwoch, 16. Februar 2011
Muckibude
Seit einer Wocher bin ich nun Besucherin eines Fitnessstudios. Genauer gesagt nennt sich die Einrichtung "Gesundheitszentrum".
Um in Sachen Ischiolumbalgie nichts unversucht zu lassen, habe ich mich dort für ein neu entwickeltes Rückentrainingskonzept mit Namen "FIVE" angemeldet.
Und um mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, absolviere ich natürlich nicht nur das Five, sondern auch einen Muskeltrainingszirkel und ein Kardiotraining, mit dem ich meine Ausdauerleistung verbessern möchte, dem Herz-Kreislauf zuliebe.
Mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen ist wichtig, denn immerhin habe ich, um Zeit für diese Einrichtung zu haben, meine Step-Aerobic-Turnerbund-Mädels verlassen und meiner Jogging-Kollegin jeden Dienstag abgesagt. Kurz, ich habe mein gesamtes Sportprogramm komplett auf den Kopf gestellt - alles wegen diesem Ischias - ich muss schon sagen!!
Aber immerhin muss ich nun nach drei Sportstunden auch gestehen, dass mir die Geräteüberei Spass macht. Besonders am nächsten Tag habe jedesmal das Gefühl, jede Faser an und in mir sei hochmotiviert und durchtrainiert, der Gang ist durchaus etwas aufrechter, der Bauch fühlt sich ein klein wenig flacher an und der Gluteus Maximus?-auch nicht schlecht.
Nur der Ischias! Der bockt und lässt sich nicht erweichen.
Der Cheftrainer sagt, ich solle Geduld haben. Nur, woher nehmen und nicht stehlen?
Ich selber sage mir, die nächste Woche halte ich das Five noch ein. Sollte es dann immer noch keine Besserung bringen, wähle ich es konsquent ab!
Montag, 14. Februar 2011
Was läuft eigentlich in Japan?
m Moment sind Semesterferien, unsere Tocher hat also Zeit, sich etwas mehr von Japan anzuschauen. Und das tut sie denn auch.Sonntag, 13. Februar 2011
Ich will mir´s zu Herzen nehmen
"Gott beantwortet das Gebet auf seine Weise,
nicht auf die unsrige."
Mahatma Ghandi
Samstag, 12. Februar 2011
Sehr speziell!
Ist das nun sparsamer Umgang mit Parkplatzfläche oder gemeines Zuparken eines fehlabgestellten Autos?
Der PKW war kurze Zeit nach diesem Foto hier verschwunden. Das Ausparken hätte ich zu gerne gesehen...
Donnerstag, 10. Februar 2011
Das Buch der Bücher
Mittwoch, 9. Februar 2011
Dienstag, 8. Februar 2011
"tetanjoubi omedetou"
Montag, 7. Februar 2011
Abschied
Heute Abend verabschiede ich mich von den "Montags-Frauen" im Turnerbund, von userer Step-Aerobic-Gruppe.
Diese Entscheidung schiebe ich schon Wochen und Monate hinaus, dabei ist sie die folgerichtige Konsequenz daraus, dass ich im letzten halben Jahr so gut wie gar nicht mehr beim wöchentlichen Training war. Durch meine Ischiolumbalgie, war mir der ruhige Teil der Übungen, sofern sie im Stehen zu absolvieren sind, verleidet, da ich dabei jedesmal Schmerzen bekam.
Ausserdem möchte ich ab morgen ein neues Rückentrainingskonzept ausprobieren, und dafür brauche ich Zeit; nehme also die Zeit, die ich sonst montags in der Turnhalle verbracht habe.
Als ich diese Entscheidung getroffen habe, fand ich das ganz richtig so. Heute aber, bei dem Gedanken, dass ich die Gruppe entgültig verlasse, wird mir ganz mulmig zumute. Immerhin war ich 19 Jahre Teil dieser Turngruppe.
Anfangs haben wir noch richtig geturnt, so mit Bodenmatte und Stufenbarren. Später war Aerobic IN und noch später Step-Aerobic.
Was haben wir für Spass gehabt!
Die jährlichen Lehrtagungen fielen mir ein, an denen jeweils 6 - 8 Stunden aktiver Sport (uff) angesagt war, oder unsere Bühnenauftritte, manche davon regelrecht abenteuerlich.
Auch hier waren wir ein illusteres Trüppchen. Was haben wir gelacht, diskutiert, zusätzliche geprobt, gegenseitig blaue Flecken bedauert, Kostüme genäht, Lampenfieber gehabt....
Und wie geduldig haben die "Mädels" die Sportstunden mitgemacht (als Versuchskaninchen), als ich meine Aerobic-Trainer-Ausbildung absolviert habe und Probestunden geben musste.
Und nun ist das alles vorbei. Das schmerzt ziemlich heftig....
Aber, da beisst die Maus keinen Faden ab - entschieden ist entschieden.
Ab morgen beginnt eine neuer Sportabschnitt, mal sehen, was der so mit sich bringt.
Samstag, 5. Februar 2011
Etwas Neues beginnt...
Dienstag, 1. Februar 2011
Wem gehört der Fisch?
Gehörst du zu den 2% der intelligentesten Personen auf der Welt?
Albert Einstein verfasste dieses Rätsel im letzten Jahrhundert. Er behauptete, 98% der Weltbevölkerung seien nicht in der Lage, es zu lösen.
Es gibt keinen Trick bei diesem Rätsel, nur pure Logik.
1. Es gibt fünf Häuser mit je einer anderen Farbe.
2. In jedem Haus wohnt eine Person einer anderen Nationalität.
3. Jeder Hausbewohner bevorzugt
- ein bestimmtes Getränk
- raucht eine bestimmte Zigarettenmarke
- hält ein bestimmtes Haustier.
4. Keine der 5 Personen
- trinkt das gleiche Getränk
- raucht die gleiche Zigarettenmarke
- hält das gleiche Haustier wie einer seiner Nachbarn.
Folgende Gegebenheiten sind bekannt:
- der Brite lebt im roten Haus
- der Schwede hält einen Hund
- der Däne trinkt gerne Tee
- das grüne Haus steht links vom weissen Haus
- der Besitzer des grünen Hauses trinkt Kaffee
- die Person, die Pall Mall raucht, hält einen Vogel
- der Mann, der im mittleren Haus wohnt, trinkt Milch
- der Besitzer des gelben Hauses raucht Dunhill
- der Norweger wohnt im ersten Haus
- der Marlboro-Raucher wohnt neben dem, der eine Katze hält
- der Mann, der ein Pferd hält, wohnt neben dem, der Dunhill raucht
- der Winfield-Raucher trinkt gerne Bier
- der Norweger wohnt neben dem blauen Haus
- der Deutsche raucht Rothmanns
- der Marlboro-Raucher hat einen Nachbarn, der Wasser trinkt
Die Frage lautet: Wem gehört der Fisch?


