Ich war pünktlich dran, die Physiotherapeutin eine junge, symphatische Frau, sehr engagiert und aufgestellt, die mich nun einige Wochen begleiten würde - meine Hoffnung auf Hilfe steigerte sich ins Unermessliche. Sie lobte mich auch gleich zu Anfang, weil ich alle Unterlagen vollständig mitgebracht hatte.
Und dann kamen wir wie immer beim Beginn einer Physiotherapie zur "Bestandsaufnahme" (sie nannte es "sich ein eigenes Bild machen").
Und dabei verliess mich jeglicher Mut, auch der, den ich nie hatte.
Haltung schief, Schultermuskulatur praktisch nicht vorhanden, Bauch und Rückenmuskulatur völlig unterentwickelt, Trichterbrust, so dass die Lunge zu wenig Platz hat, Säure-Basenhaushalt fraglich - muss getestet werden, Lungen- und Lebertest erforderlich, da die nächtlichen Schmerzen im Rücken auch davon kommen könnten.....etc.
Die Verkrampfungen in den Beinen kamen nicht zur Sprache, ansonsten wurde jedoch ausser Sprechen nichts getan, denn im Nu waren die 20 Minuten, die ein Termin beanspruchen darf, herum.
Ich verliess die Praxis völlig deprimiert. So krank und völlig unzulänglich habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt.
Kommenden Donnerstag habe ich den nächsten, diesmal einen Doppeltermin. Und ich wappne mich, heute war ich echt unvorbereitet, aber am Donnerstag nehme ich ein oder zwei Krallen mit!









