Mittwoch, der 20.08.2014.
Noch vor fünf Uhr morgens wachte ich frierend auf. Wieso friere ich? Keine
Erklärung!
Kurze Zeit
später, nach Dusche und Frühstück war dieser Moment vergessen, es geht zur
Arbeit und es gibt viel zu tun. Ein Bürotag wie jeder andere.
Gegen Zehn
hatte ich eine Besprechung, und während dieser Besprechung, fühlte ich mich
urplötzlich grippig. Volle Breitseite: von einem Moment auf den anderen Kopfschmerzen,
Schluckbeschwerden, Nase zu, Augen taten weh.
Na prima, das
hat mir gerade gefehlt!
Für die
Mittagspause war ich mit dem Kollegen mea verabredet und freute mich, dass wir
zum Essen hinaus an den Rhein, in die Sonne gehen konnten. Frische Luft, raus
aus dem Büro – danach sehnte ich mich regelrecht.
Als wir dann
im Sonnenschein auf der Bank sassen, klagte ich meinen Frust darüber, dass ich mich
seit gut einer Stunde wie aus dem Nichts so angeschlagen fühle.
Und so fügte
er dem Gebet, das jeder Mittagspause vorausgeht, noch ein Gebet an, das Jesus
Christus um Heilung für mich bat und in Seinem Namen alle Krankheit abwies.
Dann
verspeisten wir unsere mitgebrachten Stullen, unterhielten uns über Gott und
die Welt, sahen dem Fluss zu und genossen die schöne Sonne …
Als es Zeit
war, wieder ins Büro zu gehen, merkte ich auf einmal, dass ich mühelos
schlucken konnte. Oh, wie schön… Und das Kopfweh? War weg!
Nachmittags
bei der Büroarbeit realisierte ich erst richtig, dass auch die Nase nicht mehr zu
war – ich fühlte mich wieder richtig gesund.
Und so blieb
es, noch abends – von Grippe keine Spur, als wäre nichts gewesen.
Es war aber
etwas, schliesslich war ich dabei!
Ich war
krank, fühlte mich richtig elend und nachdem jemand für mich um Heilung gebeten hat, war ich wieder gesund und die Beschwerden vollständig
weg.
HALLELUJA.
Danke, HERR für diese sofortige Gebetserhörung.
Freitag, 5. September 2014
Rückblick - an einem Mittwoch im August
Donnerstag, 4. September 2014
Beunruhigend, wie die Welt sich verändert
IS-Terror in Nordirak, bewaffnete Kämpfe im Gaza-Streifen, Bürgerkrieg in Syrien, Terror in Afganistan, Krieg in der Ost-Ukraine...wo soll das noch hinführen?
Auf dem Mittagspausenweg habe ich heute am Rhein folgendes Zitat entdeckt:
Dwight D. Eisenhower
Mittwoch, 3. September 2014
Rückblick - Unabhängigkeitserklärung
Für uns ist eine neue Ära angebrochen.
Unsere Tochter hat mit ihrem Freund im August ihre erste eigene Wohnung
bezogen. Nichts mehr mit Studentenwohnheim oder Wohngemeinschaft.
Am 22. August wurden die Sachen, die
sie noch bei uns hatte und die Möbel ihres Jugendzimmers in einen Transporter
geladen und am Samstag morgen ging es dann ab nach Mannheim.
Und nun lebt und arbeitet unsere
Tochter dort.
Ihre Arbeitsstelle hat sie seit 1.
Juli. Mai und Juni waren für unsere Tochter ziemlich spannend mit Bewerbungen,
Probearbeiten, Absagen, auch wir waren in dieser Zeit
recht angespannt.
Aber dann hat es nach einigem Hin
und Her doch geklappt: sie ist Vollzeit angestellt (kein Praktikum), zwar auf
zwei Jahre befristet, aber das erschüttert sie nicht. Inzwischen ist die
Probezeit vorbei und die Arbeit gefällt ihr sehr, was will man mehr.
Und mein Mann und ich sind zum
ersten Mal nur für uns selber verantwortlich und unabhängig. Ungewohnt, ein
bisschen seltsam, aber schön seltsam.
Dienstag, 2. September 2014
Ob das gut geht?
Vor unserem Haus stehen drei grosse
schöne Buchen. Ihr Wurzelwerk kann sich jedoch nur
zwischen Tiefgarage und Strasse
unter dem Bürgersteig entlang entfalten. Und was tun die Buchen? Mangels Platz
nach unten, drücken sie den Bürgersteig an einigen Stellen nach oben.Darum hat die Hausgemeinschaft
(längst nicht einstimmig und leider) beschlossen , den Bürgersteig aufzugraben,
die Wurzeln der Bäume zum Teil zu kappen, eine Folie zu verlegen, die
verhindert, dass die Wurzeln unter die Strasse oder nach oben wachsen und dann
das Trottoir wieder zu schliessen.
Gestern rückten die Arbeiter mit
Bagger und sonstigem Gerät an.
Nun fürchte ich, dass die schönen
Bäume das nicht überstehen werden. Bis der Gehweg durch die Wurzeln so uneben
ist, dass es Fussgänger zum Stolpern bringt, hätten wir sie ruhig noch 10 Jahre
in Ruhe lassen können. Ich fände es sehr schade, wenn sie nicht mehr da wären.
Durch sie hatten wir vom Wohnzimmer und
vom Balkon den Blick direkt ins Grüne, hatten so manchen Plausch, wenn
Tauben in ihnen gebrütet haben oder Eichhörnchen in den Ästen herumturnten, und
wenn eine Amsel ihr abendliches Lied vom höchsten Ast herab sang…
Montag, 1. September 2014
Große Ernteereignisse werfen ihre Kürbisschatten voraus
Den letzten Samstag habe wir endlich mal wieder im Garten verbracht, es blieb wirklich einmal regenfrei. Die Kürbisse scheinen den vielen Regen zu mögen - sie wachsen und wachsen.
Zum Glück haben wir schon ein paar Abnehmer dafür gelistet, denn zu zweit könnten wir diese beiden Riesen niemals aufessen (Kürbissuppe, Kürbisgemüse, Kürbiskompott, Kürbisgnocci....).
Sonntag, 31. August 2014
Sie haben sich getraut...
Ein wirklich berührender Traugottesdienst in einer kleinen Kapelle im Basler Münster, anschließend Sektempfang in der Papiermühle (ist ein Museum) und danach die Feier in der Burg Reichenstein in der Nähe von Basel - kurzum ein wunderschönes Hohzeitsfest mit strahlender Braut, lachendem und zu Späßen aufgelegtem Bräutigam, oberleckerem Essen und gut gelaunten Gästen.
Ich wünsche dem Paar Gottes Segen, seinen Schutz und auf diese Weise viele viele Ehejahre.
Samstag, 30. August 2014
Rückschau
Auch Trauriges ist passiert. Meine
Mutter hat die Herzgeschichte, von der ich im April schrieb, nicht überstanden.
Oder doch? Eben ganz anders.
![]() |
| unsere Eltern in jungen Jahren |
Aber nicht das Sterben war ihre grösste Sorge, sondern, dass sie womöglich noch ins Krankenhaus oder gar in ein Pflegeheim muss. Um keinen Preis wollte sie ihr geliebtes Grundstück verlassen, unbedingt wollte sie bis zum Schluss in ihrem Haus wohnen bleiben.
Und der HERR erfüllte ihr diesen sehnlichen Wunsch. Am 17. Mai 2014 holte er sie im Schlaf heim.
Mit ganz friedlichem Gesicht lag sie morgens in ihrem Bett. Am 23. Mai haben wir sie beerdigt mit dem Psalm 103 „Lobe den Herrn meine Seele...und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“
Eine würdige Trauerfeier, die ganze Familie hat einträchtig zuammengehalten, ein Abschied ohne jede Bitterkeit – wunderbar. Das ganze Dorf war zur Beerdigung – wie schön für unsere Mutter. Am 10.Oktober wäre sie 80 Jahre alt geworden.
Donnerstag, 28. August 2014
Schönes Wochenende
Heute ist für diese Woche schon mein
letzter Arbeitstag, dann wartet ein hoffentlich schönes Wochenende auf uns.
Morgen sind mein Mann und ich zu einer Hochzeit in Basel eingeladen, auch bei
der anschliessenden Feier in einer Burg (mit echtem Rapunzelturm) sind wir mit
dabei. Spannende Sache…unbekanntes Terrain im Münster und auf der Burg, fremde
Gästeschaar (nur die Braut und ich kennen uns aus dem Firmengebetstreff und von
so einigen gemeinsamen Mittagspausenspaziergängen), keine Ahnung, wie die
Schweizer solche Feste feiern. Dennoch freuen wir uns darauf.
Am Sonntag freuen wir uns dann auf
wohlbekannte Gefilde – wir sind mit Freunden zum Wandern verabredet, über den
Berg, der an unser Haus grenzt, mit Einkehr in die auf dem Berg liegende
Wirtschaft und Ausklingen des Wandertages in unserem Garten.
Mittwoch, 27. August 2014
Sendepause
Seit Vier Monaten „schläft“ mein
Blog. Ich selber habe mir diese Pause auferlegt / gegönnt, denn oft fehlte mir
nach Büro, Familie, Hausarbeit, Physiotherapie, Sport die Zeit zum Schreiben,
und manchmal hatte ich einfach keine Lust, keinen Schwung, abends noch meinen
Läppi einzuschalten. Tja, und wenn man einmal anfängt zu bummeln, dann fällt es
ziemlich leicht, bei der Bummelei zu bleiben J.
Aber nun soll es doch wieder
weitergehen mit meiner Bloggerei, denn zu schreiben hätte ich so viel gehabt.
Schönes, sehr Schönes, Trauriges, Turbulentes – in den letzten Monaten ist viel
passiert.
So nach und nach möchte ich das hier
doch noch festhalten, wenn auch nicht in chronologischer Reihenfolge.
Mit etwas für mich Spektakulärem
möchte ich den Reigen beginnen:
Letzten Montag, am 25.08.2014 war
mein erster SCHMERZFREIER Tag seit März 2010. Keine Beinschmerzen, keine
Muskelkrämpfe in der Nacht, einfach nüt, alles gut. So richtig realisiert habe
ich das erst Dienstag Morgen, aber dann…. dann brach sich Freude, Dankbarkeit,
Erleichterung Bahn, dass ich nur strahlen konnte.
Mit der Zeit hatte ich schon
nicht mehr damit gerechnet, war einfach froh, dass ich weitgehend ohne
Schmerzmittel zurecht kam. Aber nun – was für ein Geschenk.
Montag, 21. April 2014
Ostergeschenke
Schön war dieses Osterfest.
Ganz in Familie.
Unsere Tochter war einige Tage da, heute ist sie wieder abgereist. Wir hatten Zeit zum Reden, Spazieren, miteinander Kochen, waren zusammen im Gottesdienst.
Am Sonntag kam unser Sohn mit seiner Familie dazu. Bei Bilderbuchsonnenschein konnten wir im Garten Kaffeetrinken und Enkeltöchterchen die Ostereier suchen. Ich empfinde das als echtes Geschenk.
Besonders über die Enkelmaus habe ich mich so gefreut. Richtig gross ist sie geworden: aus den Windeln im wahrsten Sinne des Wortes heraus, und was sie alles schon sprechen kann und ohne Kleckereien alleine Mittag essen…echt erstaunlich.
Ein grosser Wunsch von mir ging jedoch nicht in Erfüllung. Die Schmerzen in den Beinen verzogen sich kein bisschen. Sie plagen mich, egal was ich tu‘ und zerren an meinen Nerven.
Ich habe große Mühe, dass sie nicht Oberwasser erhalten.
Sonntag, 20. April 2014
Freitag, 18. April 2014
Hier ist der Beweis...
….,dass man Ostereier auch in einer Weihnachtsmanntasse färben kann…
Und schön sind sie geworden, die Eilein.
Dienstag, 15. April 2014
So war das nicht geplant
Heute
letzter Arbeitstag vor Ostern. Morgen bummele ich Überstunden ab, damit ich
vormittags schon die Einkauferei und letzte Wohnugsaufräumarbeiten erledigen
kann, mittags Mottebiene vom Fernbus abholen und dann sind Ferien, freu freu.
Doch als
ich nach Büroschluss ins Parkhaus kam, war die Fahrerseite meines Autos
so dicht zugeparkt, dass ich nach einigem Warten dann doch über die
Beifahrerseite ins Auto geklettert bin.
Das ist mit
einem versteiften Rücken eine ziemlich abenteuerliche Aktion.
Und nun
plagen mich Bein- und Rückenschmerzen. Trotz Schmerzmittel verbringe ich den
heutigen Abend vorwiegend liegend und nicht voller Vorfreude-Vorbereitungen
aufs Wochenende.
Hoffentlich
vergeht das wieder…
Jubel-Mail
„1,7. Elvis hat das Gebäude verlassen.“
Um 13.12 Uhr bekam ich diese Mail von unserer Tochter.
Bedeutet, dass sie ihre einstündige Abschlussprüfung mit Superergebnis bestanden hat.
Ach, ich freu mich, bin erleichtert, bin stolz auf sie und einfach dankbar.
Montag, 14. April 2014
Heimkehr?
Heute ist
es meiner Schwester gelungen, in dem Herzzentrum, in dem unsere Mutter derzeit
liegt, eine Oberärztin zu sprechen und um umfassende Auskunft zu bitten .
Die Ärztin
war freundlich und einfühlsam, erklärte ausführlich, was die umfangreichen
Untersuchungen unserer Mutter ergeben haben.
Der Befund
ist so gross, dass man ganz still wird beim Anhören desselben. Das Herz ist
sehr schwach, eine Herzklappe schliesst nicht mehr. Sämtliche Herzkranzgefässe
sind so stark verkalkt, dass kein Stent mehr gelegt werden kann, höchstens ein
Bypass. Da auch die übrigen Gefässe im
Körper massiv verkalkt sind und in Anbetracht des Alters der Patientin, wird aber
von jeglicher OP abgeraten.
Für eine
Kur ist sie definitiv nicht belastbar genug.
Was man nun
tun kann? Nichts. Morgen wird sie aus dem Herzzentrum zurückverlegt in das
städtische Krankenhaus, aus dem sie vor einer Woche gekommen ist, und wie es
dann weiter geht, muss man dort sehen.
Dass sie
wieder in ihr Zuhause im Dorf kann, wo sie in dem grossen Haus den ganzen Tag
allein ist, bezweifeln wir, allerdings ist das allein ihr Ziel. Für eine
gewisse Zeit kann meine Schwester sie bei sich aufnehmen, jedoch möchte unsere
Mutter das eigentlich nicht, und ob sie in ein Pflegeheim kann und will???
Was sollen
wir im Gebet für unsere Mutter erbitten? Ich glaube, Gott allein, im wahrsten
Sinne des Wortes, weiss, was das Beste für unsere Mutter ist. Heim in ihr Haus
– ins PflegeHeim – oder Heim zu IHM – er wird’s fügen.
Sonntag, 13. April 2014
Glückwünsche
Unsere Maus
wird heute 26 Jahre alt.
Wir wünschen ihr von Herzen alles Gut, vor allem Gottes
Segen.
Mannomann wie die Zeit vergeht. Schöne, bereichernde, spannende Jahren
waren es. Keins davon möchte ich missen.
Zur Zeit
bastelt sie an ihrem Studienabschluss, so sehr, dass heute nicht mal gefeiert
wird, es wird gelernt – für die mündliche Abschlussprüfung am Dienstag.
Samstag, 12. April 2014
Geschafft
Schon gestern Nachmittag und Abend war ich fleissig am Prühjahrsputzen. Heute hat mein Mann dann kräftig mitgetan. War zwar ganz schön anstrengend, aber nun ist alles wieder blank, die Fenster geputzt, alle Vorhänge gewaschen, die Holzmöbel mit Pflegemittel abgewischt…ach ich freu mich, und ich warne jedes Staubkörnchen sehr ernsthaft und ausdrücklich davor, sich in unsere Wohnung zu wagen….
Dienstag, 8. April 2014
Hubschrauberfreiflug
So locker
die Überschrift klingt, so ernst ist die Geschichte, die dahinter steckt.
Gestern
rief mich meine Schwester am frühen Abend an, um mir zu sagen, dass sie unsere
Mutter ins städtische Krankenhaus, in dem sie selber arbeitet, gebracht hat,
weil ihr die Kurzatmigkeit bedenklich schien.
Schon seit
Tagen klagte meine Mutter über Rückenschmerzen und Übelkeit. Anfangs dachten
wir uns nichts dabei, schliesslich ist sie Osteoporosepatientin und mit 79 tut
es schon mal hie und da weh…
Doch bei
meinem sonntäglichen Telefonat fiel mir auf, dass ihre Stimme verändert klang,
irgendwie piepsig. Das sagte ich auch meiner Schwester und die wollte sich dann
gestern selbst überzeugen, wie es der Mutter ginge und fuhr zu ihr hin.
Dabei
hatte sie derart Unruhe, dass sie bei ihrem Besuch knall auf Fall beschloss,
die Mutter mit ins Krankenhaus zu nehmen und untersuchen zu lassen.
Und siehe da, das EKG und die
Laborwerte zeigten einen Hinterwandinfarkt, der schon einige Tage her sein
musste.
Natürlich
musste unsere Mutter nun im Krankenhaus bleiben, aber es war keine lebensbedrohliche
Situation.
Spät abends
wurde meine Schwester dann aber vom Krankenhaus angerufen, dass man beschlossen
habe, unsere Mutter nach Cottbus ins Herzzentrum zu verlegen und zwar mit dem
Hubschrauber.
Da sie
nicht weit weg wohnt, fuhr meine Schwester hin, um zu erfahren, was los
sei.
Nein, es hatte sich keine
Verschlechterung ergeben, die Ärzte fanden jedoch, dass eine
Herzkatheter-Untersuchung sinnvoll sei, und die Verlegung mit dem Hubschreibe
sei die schonendste für die Patientin, und dass sie noch spätabends fliegen hat
den Vorteil, dass man in Cottbus am nächsten Morgen gleich mit den
Untersuchungen beginnen kann.
Nun ja,
wenn die Sache so ist, dann ist ja wohl alles nicht so schlimm…und ab ging‘s
mit dem Hub-schrab-schrab.
Unsere Mutter fand‘s noch witzig – meinte, man werde
sie aber nun ganz schön beneiden weil sie so komfortabel reisen durfte.
Bei aller Entwarnung jedoch - Infarkt bleib Infarkt, eine gewisse Besorgnis ist nicht von der Hand zu weisen. Wir müssen einfach abwarten...
Montag, 7. April 2014
Unser Fundament
Unser
Kollege hat uns heute Mittag im Firmengebetskreis als Einleitung einfach mal
wieder an unser Glaubensfundament erinnert:
"sola scriptura -
allein die Schrift ist die Grundlage des christlichen Glaubens (nicht die Tradition),
solus Christus -
allein Christus (nicht die Kirche) hat Autorität über Gläubige,
sola gratia -
allein durch Gnade Gottes wird der Mensch errettet (nicht wegen seiner Güte),
sola fide -
allein durch den Glauben wird der Mensch gerechtfertigt (nicht durch gute Werke)"
Johannes Calvin (1509 - 1564)
Dem ist nichts hinzuzufügen. Und besser kann man das Fundament, das uns trägt nicht beschreiben. Schaut man auf die Jahreszahlen des Calvin, so ahnt man, wie lange dieses Fundament schon trägt und in jedem einzelnen Teil Bestand hat.
Sonntag, 6. April 2014
Wieder zurück
Schön
war’s.
Die Verwandtschaft mal wieder gesehen – Nichte und Neffe sind plötzlich
erwachsen….wann ist das denn passiert??? Der Cousin meines Mannes und seine
Frau sind glückliche Grosseltern geworden (wir können sie gut verstehen)…viel
erzählt, miteinander gelacht, uns über die sehr gelungene Geburtstagsfeier mit
70 Gästen gefreut, schlemmertechnisch über die Stränge…sogar getanzt haben wir
(rheumakrank und wirbelsäulenoperiert – aber die Drehungen klappten perfekt!).
Und wir
hatten hin- wie rückwärts eine sehr gut Fahrt. Es lief wie am Schnürchen,
darüber sind wir sehr froh.
Nun heisst
es Koffer auspacken und Reistasche einpacken, denn morgen ist wieder Alltag –
mein Mann fährt die Woche über nach Karlsruhe und ich düse morgen nach Basel
ins Büro.
Dienstag, 1. April 2014
Mal wieder auf grosse Tour
Morgen hat
unser Auto mal wieder Grosseinsatz. Wir machen uns auf den Weg, 750 km nach
Norden. Dort sind wir bei Schwager und Schwägerin zum runden Geburtstag
eingeladen. Und weil es ziemlich weit ist, bleiben wir ein paar Tage und kommen
Sonntag erst zurück.
Nun hoffen
wir auf gute Fahrt, ohne Unfall, ohne
Panne und wenn möglich bitte auch staufrei J.
Sonntag, 30. März 2014
Familie
Mit Spazieren, im Gartenlokal Einkehren, Sandkasten im Garten, Blümchen pflücken….Sonntag eben.
Samstag, 29. März 2014
Wie aus dem Urlaub
Bevor ich gestern beim Konfi-Projekt war, habe ich nachmittags meinen Mann aus der Klinik abgeholt. 17 Tage hat er dort verbracht, um eine Diagnose stellen zu lassen und die Anfangstherapie zu beginnen.
Als ich an der Klinik vorfuhr, stand er schon draussen: mit Sonnbrille, strahlendem Lächeln und braungebrannt sah er eher wie ein Urlauber als wie ein Patient aus.
Es geht ihm ganz offensichtlich viel besser, und das zu erleben tut einfach gut.
Klar, die Diagnose Rheuma bleibt, und die Therapie wird ihn mal mehr, mal weniger immer begleiten, aber im Moment ist es einfach nur schön.
"Ihr sollt ein Licht sein"
Unter dieser Losung fand heute das diesjährige Konfirmanden-Projekt "Nachtwanderung" statt.
Wie immer haben wir zuerst gemeinsam gekocht. Diesmal für 19 Personen. Und da wir den Gemeinderaum und die Gegebenheiten inzwischen gut kennen, waren wir Topf- und werkzeugmässig gut vorbereitet. Wieder gab es eine Chinapfanne mit allerlei Gemüse und Nudeln dazu.
Und die Jugendlichen haben prima mitgemacht - Knoblauch gewürfelt, Zwiebeln geringelt, Fleisch geschnitten etc. Das Essen ist gelungen und hat allen gut geschmeckt.
Nach getanem Abwasch
Donnerstag, 27. März 2014
Grund zum Freuen
Obwohl ich bereits seit Februar physiotherapeutische Bindegewebsmassagen erhalte (immerhin schon 10 Stck), hat mein Hausarzt mir heute nochmals ein Rezept "ausserhalb der Regelverordnung" ausgestellt, so dass ich weitere sechs Massagen haben darf.
Da freu ich mich drüber.
Dienstag, 25. März 2014
Das ist die Frage....
Die Schlehen blühen wieder, schön sehen sie aus. Als seien sie mit Schnee bedeckt.
In meiner Kinderzeit sagte meine Grossmutter: immer wenn die Schlehen blühen, ist es kalt.
Aber wie ist das nun?
Ist es kalt, weil die Schlehen blühen, oder blühen die Schlehen, weil es kalt ist?
Montag, 24. März 2014
Nachlese ImPuls
Wir sind gut versichert und doch nicht sicher in der Welt.
Wir sorgen zuerst für uns selber, wollen alle unliebsamen Eventualitäten möglichst mit Garantie ausschliessen.
Wir suchen, wir streben nach Sicherheit, wollen unser Leben planen.
Dabei verlieren wir oft den Blick auf unsere Mitmenschen, und wir verlieren die Verbindung zu Gott.
Die Sicherheit aber, die Gott verspricht, ist eine andere als die, die Lebensversicherungen, Rechtsschutzversicherungen, Spionageabwehrdienste oder Vermögensverwalter uns vorgaukeln.
Gott möchte unser vorbehaltloses Vertrauen, dass ER unser Versorger unser Erhalter ist.
Er verlangt sehr viel. Aber auch Jesus rief seine Jünger mitten aus ihrem beruflichen und familiären Alltag, aus ihrer Sicherheit heraus: Folge mir nach! Und sie liessen alles stehen und liegen und gingen mit ihm.
Dies war in etwa die Kurzfassung des gestrigen Gottesdienstes.
Gut besucht war unsere Kirche wieder, und wir waren ganz überrascht, wie sehr die Möglichkeit, sich innerhalb des Gottesdienstes einen persönlichen Segen zusprechen zu lassen, genutzt wurde. Auch das Angebot, aus einem Behälter einen Bibelspruch oder ein Segenswort herauszuziehen und mitzunehmen, wurde rege angenommen.
Echt schön.
Ich selber habe natürlich auch einen Spruch gezogen, der wie es scheint, nur auf mich gewartet hat:
"Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR allein lenkt seinen Schritt."Sprüche 16,9
"Gotte segne dich.
Er erfülle dein Herz mit Freude
deine Füsse mit Tanz
deinen Arm mit Kraft
deine Hände mit Zärtlichkeit
deine Augen mit Lachen
deine Ohren mit Musik
deinen Mund mit Jubel.
Sonntag, 23. März 2014
Frühling
Auf einen Husch war ich heute im Garten.
Ach,
wie der Frühling seine Fühler ausstreckt, wie überall grüne Spitzen zu sehen sind. Wie es so üppig gelb und weiss und rosa blüht ist einfach soooo schön.
Sogar ein paar Teich-Molche sind schon aus dem Winterschlaf erwacht und liessen sich an der Wasseroberfläche sehen.
Heute Abend ist noch ImPuls-Gottesdienst. Mal sehen wie es wird...
Freitag, 21. März 2014
So, das wars
Die Malerei und ihre Folgen sind nun vorbei (ausser das Schöne, das bleibt hoffentlich recht lange).
Auch die Vitrine im Korridor ist nun wieder eingeräumt, die Bücher sind an ihrem Platz und auch sonst - alles mal wieder blankgeputzt...
Kleine Einschränkung - die restlichen Zimmer müssen ihren Frühjahrsputz natürlich noch bekommen....
Donnerstag, 20. März 2014
Donnerstag-Hektik
Dieser Tag hatte es wirklich in sich:
Nach der Arbeit nach Lörrach zu allerlei Erledigungen gefahren, danach Physiotherapie bei uns im Ort, anschliessend nach Hause etwas zu Abend zu essen und gleich danach zur Kirchenprobe.
Am nächsten Sonntag ist nämlich wieder ImPuls-Gottesdienst.

Sonntag, 16. März 2014
Sonntag
Mit sonntäglicher Ruhe hatte das heute nichts zu tun.
Meinen Mann habe ich gleich nach dem Frühstück aus dem Krankenhaus auf Tagesurlaub nach Hause geholt, unser Sohn kam kurz danach mit seiner Familie angerauscht und zusammen haben wir begonnen, aus der Rumpelkammer wieder eine Wohnung zu machen.
Möbel wieder an ihren Platz geschoben, Schränke, Regale schön sauber geputzt, Scheuerleisten und Lampen montiert - Trubel pur. Aber wir hatten einen schönen Tag. Wirklich alle haben angepackt, wir hatten grosse Freude darüber, wie fit mein Mann schon wieder ist, ich konnte ohne Probleme für uns alle lecker Mittagessen kochen und sogar unsere kleine Enkelin hat sich mit beschäftigen lassen, so dass die Mama auch mithelfen konnte.
Nun, zurück vom Krankenhaus, in dem ich meinen Eheliebsten wieder "abgeliefert" habe,
bin ich zwar fix und fertig aber auch so froh und dankbar über alles, was schon geschafft ist.
| Diese Gänseblümchen hat uns Mäuslein mitgebracht. |
Donnerstag, 13. März 2014
Die Nebel lichten sich
Zuletzt haben wir die Tage gezählt, dass mein Mann endlich in die vorgesehene Klinik gehen kann, damit es endlich eine Diagnose und hoffentlich auch eine Therapie gibt.
Seit gestern ist er im Akutkrankenhaus für rheumatologische Erkrankungen stationär aufgenommen und schon bei den ersten Untersuchungen waren die Ärzte sicher, es ist wieder ein Rheumaschub.
Vor 12 Jahren ging es schon einmal in ähnlicher Weise. Damals konnten seine Beschwerden mit Prednisolon und MTX so weit zurückgedrängt werden, dass er schmerzfrei war und die Zerstörung der Gelenke nicht weiter fortgeschritten ist.
Doch weil es ihm so gut ging und seine behandelnde Rheumatologin ihre Praxis aufgab kamen andere Fachärzte zu der Entscheidung, das Rheuma sei im Blut nicht nachweisbar, also wird das MTX abgesetzt. Es wurde ihm einfach nicht mehr verschrieben. Mein Mann glaubte damals, die Ärzte wüssten schon, was richtig ist.
Doch heute stellt sich das als Fehler heraus. Der neue Rheumaschub konnte sich über Monate mit ziemlich unspeziefischen Symptomen "anschleichen", weil kein Medikament ihn hinderte. Inzwischen sind nun auch die Sprunggelenke und die Fingergelenke betroffen.
Allerdings sehen die Rheumatologen der Klinik gute Chancen, dass Prednisolon und MTX wieder gut helfen werden. Wobei ihn das MTX nun wohl lebenslang begleiten wird.
Noch gestern am Einweisungstag bekam er schon die erste Dosis.
Und heute ist schon Besserung in Sicht. Die Schmerzen hielten sich in Grenzen, so dass er einen kleinen Spaziergang machen konnte. So sieht auch meine Mann das Ganze recht zuversichtlich (Kopf in den Sand stecken ist eh nicht sein Ding) und freut sich schon auf jede wiedergewonnene Beweglichkeit.
Mittwoch, 12. März 2014
Eins-zwei-drei fertig ist die Renoviererei
Als ich heute von der Arbeit kam, "erwischte" ich den Malermeister gerade noch, wie er die letzten Maler-Utensilien aus dem Fahrstuhl ins Auto räumte. Ich wünschte ihm einen schönen Feierabend und er antwortete, sie seien dann fertig.
Wie? Fertig? Mit den Vorarbeiten (alte Tapeten entfernen, verspachteln, glätten, grundieren...)?
Nein, meinte er, wir sind komplett fertig.
Da war ich dann doch sehr erstaunt. Bei der Auftragsvergabe sagte er, er müsse erst sehen, ob eine Woche ausreicht, und nun haben sie es in 3 Tagen geschafft.
Korridor, Schlafzimmer und Bad - das macht ihnen so schnell keiner nach - also wir bestimmt nicht.
Und schön ist es geworden - ich freu mich wie ab.
Naja, die Rechnung wird nicht ohne - da MUSS es schon schön sein und tadellos.
Allein die Rumpelkammer bleibt mir noch erhalten, denn Mein Mann ist seit heute im Krankenhaus und unser Sohn kommt erst am Sonntag zum Möbel zurückstellen, Lampen anbauen etc.
Montag, 10. März 2014
Leben in der Rumpelkammer
Die Möbel beider Räume haben wir ins Wohnzimmer verfügt, den Inhalt dieser Schränke und Regale zum Teil in andere Schränke umgelagert, schon seit letzten Mittwoch war ich da dran.
Ist zwar alles ein bisschen improvisiert, aber es wird schon gehen.
Ich hoffe einfach, dass ich an alles Notwendige gedacht habe, das ich aus dem Schlafzimmerschrank brauche, denn der ist zugebaut mit unseren komplett demontierten Betten.
Wiederaufgebaut werden die erst, wenn mein Mann aus dem Krankenhaus zurückkommt (er muss morgen einrücken). Er und ich hoffen, dass das schon diesen Freitag wenigstens übers Wochenende sein wird. Wenn er länger bleiben muss, wird die Schrankgeschichte irgendwann spannend, aber Spannung muss ja auch ab und zu sein...
Sonntag, 9. März 2014
Der Frühling ist da
Und nun freuen wir uns über unseren Garten. Die Schlüsselblumen blühen schon, die wilden Primeln sind wieder wie eine Farbenexplosion und hie und da spitzt sogar schon ein Veilchen. Bienen summen durch die Luft und ich summe mit, dankbar und froh.
Donnerstag, 6. März 2014
Stolz wie Bolle
Die ersten Mails, daß ich mein E-Mail-Programm auf Verschlüsselung umstellen muss, habe ich einfach ignoriert. Aber je näher der Stichtag 31. März 2014 rückte, wurde mir zunehmend mulmig zumute. Was, wenn ich ab 1.4.14 tatsächlich E-Mails weder senden noch empfangen kann?
Also machte ich mich heute daran, mich mit diesem Thema zu beschäftigen. Das erste Ergebnis: Tatsächlich, ich komme nicht drum herum, mein Mail-Programm umzustellen. Aber wie? Die überall servierte "Schritt-für-Schritt-Anleitung" ist allenfalls rudimentär. Der Knackpunkt war, im E-Mail-Programm den Bereich der Einstellungen zu finden, wo die Port-Nummern hinterlegt sind.
Aber nach einigem hin und her und mehreren Frustpausen habe ich es dann doch gefunden, und das Beste: nun, nach der Umstellung funktioniert das Mail-Programm immer noch. Da hab ich´s wohl richtig gemacht, freu, freu.
Dienstag, 4. März 2014
Ein echtes Wunder
Ein Mann aus unserem Gebetskreis hat uns vor Jahren darüber informiert, daß er eine seltene Form von Leukämie hat. Daß seine Heilung ihm ein Gebetsanliegen ist, und er uns bittet mit und für ihn zu beten. Daß er aber zuversichtlich ist, daß Jesus ihn heilen wird.
Die folgenden Jahre ging es mit seinen Blutwerten auf und ab, mal besser, mal schlechter. Dann, vor etwa fünf Jahren, empfahl ihm einer der Betriebsärzte (auch aus unserem Gebetskreis), doch an einer neuen Form der Chemotherapie teilzunehmen. Zuerst wollte unser Kollege nicht so recht, auch weil diese Art der Chemo nicht konkret für seine Art der Leukämie zugeschnitten war, dann aber entschloss er sich doch, zumal der Arzt ihm eindringlich dazu riet.
Und von da an ging es unaufhaltsam bergauf mit den Blutwerten. Gestern hatte er zum Gebetstreffen sogar die Statistik seiner Blutwerte mit und konnte so eindrucksvoll belegen, dass seit 2009 die Leukozyten nicht nur innerhalb des Grenzwertes bleiben, sondern bei einm Wert von 4,7, wobei der Normbereich zwischen 3 und 10 liegt.
Und wo ist hier nun das Wunder, wird mancher fragen? Schließlich hat er ja eine Chemotherapie erhalten.
Nun, das Wunder ist, daß diese Chemo nur der Vesuch war, die Krankheit etwas aufzuhalten. Überhaupt hält diese Arte der Chemotherapie nach Aussage des Arztes nur ein Jahr an, bei unserem Kollegen sind es aber nun schon mehr als vier Jahre und die Werte sind immer noch tiptop.
Wir freuen uns einfach mit und sind dankbar, daß besagter Kollege montags ganz fröhlich und putzmunter mit uns in unserer Gebetsrunde sitzt.
Montag, 3. März 2014
Nicht einfach nur durch den TÜV....
In Basel entsteht ein neues Hochhaus. Das höchste Hochhaus der Schweiz soll es einmal sein. Da es zu dem Unternehmen gehört, für das ich derzeit arbeite, habe ich immer mal wieder die Gelegenheit, Neuigkeiten über den Baufortschritt zu lesen oder Bemerkenswertes über die Ausstattung und Konzeption.
Unlängst las ich da, daß das fertige Hochhaus eine Frischluftzufuhr von 250000 m3 pro Stunde haben wird. Fünfundzwanzigtausend Kubikmeter jede Stunde? Da wird dann wohl anderweitig in Basel die Luft dünn???
Inzwischen ist der Riese schon 100 Meter hoch, und es sollen noch ca 78 Meter dazukommen.
Heute stand im Baufortschritt, daß der erste Lifttest erfolgreich stattgefunden hat (klar, bei dieser Höhe nimmt niemand mehr die Treppe). Aber es war auch zu lesen, daß der Lift eben nicht "nur" diesen offiziellen Test bestehen muß, sondern zusätzlich den inoffiziellen Test, den "Fünflibertest".
Und der geht so: Ein in der Liftkabine hochkant aufgestelltes Fünffrankenstück darf beim
Anfahren, während der Fahrt und beim Stoppen nicht umfallen.
Und auch dieser Test wurde bestanden. Das finde ich echt beachtlich. Was Technik doch so alles kann...
(foto mit freundlicher genehmigung von andy55)
Samstag, 1. März 2014
Frisch gewagt ist halb gewonnen
Das für heute vorhergesagte Regnerische ist bis jetzt ausgeblieben. Gut so. Dann kann ich mich heute doch noch in den Garten wagen.
Das milde und sonnige Wetter der ganzen letzten Wochen hat die Pflanzen ziemlich in Frühlingsstimmung versetzt. Ich möchte heute unbedingt die Rosen schneiden, die haben nämlich schon Zentimeter lange Triebe, sie abhäufeln und düngen, ausserdem ein paar Stauden zurück schneiden und das Gesträuch um den Teich ein bißchen stutzen. Mal sehen, ob mir das alles gelingt.
Ich werde mich mit meinem Korsett bewaffnen, schließlich hat es beim Boden wischen schon mehrfach gute Dienste geleistet, und hoffen, daß es auch gartentauglich ist.
Auf das Draußensein freue ich mich auf jeden Fall.
Mittwoch, 26. Februar 2014
Damit man nicht ins Grübeln kommt
Diese Woche hat es wirklich in sich. Es stehen so viele Termine an, wobei ich betonen möchte, daß es durchaus auch sehr schöne Termine sind, auf die ich mich freue: Montags das Treffen der Turnerfrauen, dienstags ImPulstreffen, Mittwoch das "Jahresessen" der Firmengebetsgruppen, am Donnerstag Augenarzt und abends Physiotherapie freitags Wohnungsputz, damit ich den Samstag über ein bißchen im Garten werkeln kann...
Zwischendurch gehe ich natürlich auch mal ins Büro ein paar Brötchen verdienen.
Einerseits freue ich mich, wenn es nächste Woche wieder ruhiger wird, andererseits hilft mir diese Hektik aber auch, mich abzulenken. Ich habe keine Zeit, darüber zu grübeln, was die Diagnostik bei meinem Mann alles bringen wird. Er sitzt krank geschrieben zu Haus und wartet auf seinen Termin zur stationären Aufnahme in der Klinik. Am 24. 2. 14 vom Hausarzt notfallmäßig angemeldet, ist die Aufnahme nun für den 12. März 14 vorgesehen (ich darf gar nicht über diese Zeitabläufe nachdenken, dann rege ich mich nur auf).
Ausserdem habe ich auf diese Weise auch keine Zeit, zu sondieren, wie stark mein Bein weh tut. Daß es weh tut ist eh klar, aber im Moment habe ich keine Zeit dafür....
Dienstag, 25. Februar 2014
Einfach schön...
...und superkurz war der Abend, das Treffen der "Step-Aerobic-Mädels (Montagsturnen)" vom Turnerbund.
Tatsächlich hat die Besetzung seit meinem Weggang so stark gewechselt, daß ich mehr als die Hälfte der Frauen nicht kannte. Aber die paar, die ich noch von früher kannte, freuten sich wirklich sehr, daß ich da plötzlich hereinschneite. Und ich freute mich ebenso über das Wiedersehen. So wurde erzählt und gefragt nach dem woher und wohin - die Zeit verging wie im Flug.
Und dann hatten sie für uns drei Frauen, die wir ehemals die Stunden geleitet haben, noch eine Überraschung - ein wunderschöne weisse Rose für jeden, einfach so, als Dank für frühere hübsche Sportquälereien und als Hinweis, daß wir auch weiterhin willkommen sind. Wir waren echt gerührt.
Sonntag, 23. Februar 2014
Kaiserwetter
Es ist Sonntag und ein so richtig sonniger Tag. Nur hie und da eine Wolke.
Im Garten geht es schon mächtig auf Frühling zu, die Rosen treiben ganz vorwitzig, im Teich habe ich bereits einen Molch gesehen....
So in der warmen Sonne sitzen, dem Vogelgezwitscher zuhören, was ist das schön.
Ein Wermutstropfen mischt sich allerdings in unsere Vorfrühlingsidylle: meinem Mann geht es immer schlechter, er kann nur noch unter Schmerzen laufen, kaum noch Treppen steigen, auch die Hände versagen zunehmend den Dienst. Morgen hat er wieder einen Arzttermin....
Freitag, 21. Februar 2014
Brüsseler Stilblüten
Bei meinem Wochenendeinkauf im Supermarkt wollte ich ein Stück Rinderhüfte kaufen.
Als ich am Fleischstand meinen Wunsch äusserte, fragte der nette Mann hinter der Theke, "Woher solls denn sein? Wir haben dieses hier aus Gersbach im Wiesental (liegt nicht weit entfernt im Schwarzwald), oder dieses hier aus Urugay."
Aus Urugay?!
Ich schaute ihn wohl ziemlich perplex an, denn er zuckte kurz mit den Schultern und meinte: "Ist halt in unserem Sortiment - südamerikanisches Steakfleisch."
Ich hatte mich inzwischen gefasst und meinte, ich nehme lieber Rinderhüfte aus Gersbach, denn wer weiss, ob sich die Edel-Kuh aus Urugay mit meinem piepnormalen Butterschmalz aus D in der Pfanne verträgt...
Er pflichtete mir lachend bei und sagte, er würde auch so entscheiden.
Auf dem Nachhauseweg dachte ich immer noch darüber nach und wurde zunehmend ärgerlich über die seltsamen Vorschriften, die uns Brüssel aufzwingt.
Dass Rindfleisch um die halbe Welt transportiert wird, wobei (falls die Kuh bereits jenseits des Atlantik geschlachtet wird) die Kühlkette zu keiner Zeit unterbrochen werden darf, interessiert die Brüsseler Energiebilanzrechner nicht, von Lebendtransporten gar nicht zu reden. Da zählt nur die so hochgelobte globale Marktwirtschaft.
Aber es wird höchst dringlich bestimmt, dass wir keine Glühbirnen mehr kaufen dürfen, weil die zu energieintensiv seien.
Der Quatsch wird immer quetscher bis er quietscht....
Mittwoch, 19. Februar 2014
Ferngebet?
Freunde von uns reisen Anfang März nach Israel, um dort eine Rundreise zu machen. Natürlich steht auch Jerusalem auf dem Programm.
Die Freundin bot mir an, ein Gebet für mich in die Klagemauer zu stecken, wenn ich ihr dies rechtzeitig schicke. Erst fand ich die Idee toll und sagte voller Freude zu, doch dann kamen mir Zweifel.
Macht es denn Sinn, ein Gebet, das ich tausende Kilometer weit weg und schon Wochen vorher niederschreibe, von einer anderen Person in eine Mauerritze stecken zu lassen? Ich zögerte und fand, beten kann ich auch direkt und hier von zu Hause aus.
Aber mit der Zeit dachte ich immer wieder darüber nach und übers letzte Wochenende wurde es mir plötzlich richtig wichtig.
Auf einmal sah ich darin eine Gelegenheit, eine besondere Form des Gebets... und schließlich - kein Gebet ist umsonst.
Heute habe ich es formuliert, von Hand auf schönes Briefpapier geschrieben und gleich an die Freundin postfertig gemacht. Und jetzt finde ich es ganz speziell: heute war es ein Gebet meines Herzens, das ich niedergeschrieben habe, und ab morgen ist es ein Brief an Jesus Christus.... und jetzt fühlt es sich irgendwie "richtig" an und ich fühle mich ganz leicht.
Montag, 17. Februar 2014
Manchmal ist Tee trinken eben keine Lösung
Letztes Jahr, als ich der OP wegen komplett ausgebremst war, ist mein lieber Mann zu Höchstform aufgelaufen.
Alles hat er übernommen, ist seinem Beruf in gewohnt pflichtbewusster Art nachgegangen, hat sich um den Haushalt in jeglicher Form gekümmert und ist dann auch noch mir liebevoll beigestanden, wenn ich vor Schmerzen wieder mal ganz mutlos war.
Und wie sehr haben wir uns gefreut und gelobt, dass er "fit wie ein Turnschuh" ist. Gerade in dieser Zeit war das echt nötig.
Doch nun ist mein Mann angeschlagen.
Ganz schleichend fing es letzten Spätsommer an. Als er damals zum Arzt ging, dachte er, das Rheuma sei zurück gekommen, doch das Blutbild zeigte keine Auffälligkeiten in dieser Hinsicht. Nur ein Entzündungswert war erhöht.
Inzwischen haben sich die Beschwerden in den letzten Wochen so gesteigert, dass er heute Morgen wieder zum Arzt ging. Nochmals Blut gezapft - diesmal soll auf Borelien getestet werden. Allerdings muss man wieder warten bis das Ergebnis da ist.
Tja und während der Warterei werden die Schmerzen und die Unbeweglichkeit mehr und mehr, aber funktionieren muss er trotzdem, denn krank geschrieben wurde er nicht....
Und wenn der Boreliosetest nichts ergibt?
Wieder Termin holen, wieder warten????
Die Warterei und die Frage, was ist los?, und dabei nichts tun können, das macht echt hilflos...
Sonntag, 16. Februar 2014
Mausi-Besuch
Vor zwei Wochen, als wir gemeinsam brunchen wollten, war erst Mäuslein, und
ein paar Stunden später Mama und Papa krank - Norovirus!Letztes Wochenende war ich in Sachen Konfirmanden unterwegs.
Aber heute hat es geklappt. Schon kurz nach elf kamen sie angesaust und blieben bis zum frühen Abend.
Gestaunt habe ich auch, wie sicher sie schon selber essen kann, ganz ohne Matscherei, und dass die Tage der Windeln ebenfalls gezählt sind.
Das ist schon toll, mitzuerleben, wie so ein Menschlein aufwächst. Ein richtig sonniges, Herz erwärmendes Geschenk.
Samstag, 15. Februar 2014
Interview mit Gott
"Du würdest mich gerne interviewen?", fragte Gott.
"Falls du dafür Zeit hast", sagte ich.
"Ich hab´ewig Zeit, ...was willst du wissen?"
"Was wundert Dich am meisten an den Menschen?"
"Daß sie es langweilig finden, Kind zu sein. Und ganz schnell erwachsen werden wollen - um dann wieder Kind sein zu dürfen."
"Daß sie ihre Gesundheit opfern, um reich zu werden, und dann viel Geld zahlen, um wieder gesund zu werden."
"Daß sie leben, als würden sie niemals sterben, und sterben, als hätten sie nie gelebt."
"Was würdest du Eltern für ihre Kinder raten?"
"Zu lernen, daß man niemanden zwingen kann, zu lieben. Alles was man tun kann, ist, sich lieben zu lassen"
"...daß es nicht gut ist, sich mit anderen zu vergleichen"
"...daß reich sein nicht heißt, das meiste zu haben, sondern das wenigste zu brauchen"
"...daß zwei Leute ein- und dieselbe Sache sehen und dennoch etwas Unterschiedliches wahrnehmen"
"...daß es nicht nur darum geht, einander zu vergeben, sondern daß man sich auch selbst vergeben muß"
"...und zu erkennen, daß ich da bin...IMMER."
aus dem Buch "Der Alltagstourist" von Eva Jung
Mittwoch, 12. Februar 2014
Sonnenstrahlen
Zum einen wirklich von der Sonne, ich war nach Feierabend eine ganze Stunde bei strahlendem Sonnenschein am Rhein laufen - es war wie im Frühling.
Ausserdem konnte ich auf eine rundherum gelungene Verhandlung zwischen unserem Projekt und der Lieferfirma des Autoklaven zurückschauen, was so nicht zu erwarten war.
Seit Jahr und Tag kann ich nicht mehr zum Step-Aerobic gehen. Dabei habe ich das so geliebt, habe diese Trainingsstunden sogar selber gegeben. Doch das ist einfach schon lange passè. Heute allerdings rief eines der "Mädels" an und lud mich ein, mal wieder zum Jahrestreffen zu kommen, das wäre doch schön. Spontan lehnte ich ab, ich gehöre schon so lange nicht mehr zur "Truppe", kenne viele Neu-Hinzugekommene gar nicht, und die mich nicht... und überhaupt..., nein Step-Aerobic ist für mich Vergangenheit.
Doch sie liess nicht locker, zwar käme ich nicht mehr zum Training, aber sie selber würde sich sehr freuen, mich mal wiederzusehen. Ausserdem käme auch Anna*, mit der zusammen ich die Gruppe einmal geleitet habe, und die würde sich auch freuen, mich mal wieder zu treffen, zumal sie inzwischen weiter weg wohnt. Und auch Lisa*, die die Gruppe von mir übernommen hat, würde sich freuen, wenn ich käme, sowieso würde Lisa noch heute hin und wieder Choreografien von mir verwenden - also, ich möge nochmal ganz fest überlegen, ob ich wirklich nicht kommen möchte....
Na, ich war platt - sehr erfreut und geschmeichelt, dass sie mich nicht vergessen haben, das ist schon toll.... Und Anna mal wiederzusehen, darüber würde ich mich sehr freuen, schliesslich haben wir gemeinsam die Trainerausbildung an der Sportschule absolviert und so manche Stunde zusammen verbracht....
Also sagte ich dann doch zu. Und als ich auflegte hatte ich trotz des späten Abends Sonne im Herzen. Einfach schön.
*Name geändert

