Meinen Bericht über den Krankenhausaufenthalt und die Operation möchte ich beenden, in dem ich meine Dankbarkeit hier festhalte.
Denn bei all den Schmerzen und Ängsten, bei aller Verzweiflung, die mich immer wieder überschwemmt hat, bin ich doch dankbar.
Ich danke Gott, dass die Operation ohne Komplikationen verlaufen ist. Keine Entzündung im OP-Feld, keine Lähmung, kein Sehkraftverlust und was noch so alles hätte passieren können.
Ich danke den Ärzten im Loretto-Krankenhaus für ihr Engagement, mir zu helfen, für ihre Offenheit im Gespräch, für ihre Geduld. Bei jeder Visite erkundeten sie genauestens den Stand der Dinge und wie ich mich dabei fühle. Keine meiner Fragen blieb unbeantwortet und zwar ohne fachchinesisch und wurde mit Ausführlichkeit erläutert.
Mit grosser Hochachtung danke ich dem Pflegepersonal. Die Schwestern und Pfleger sausen den ganzen Tag durch die Gänge und Zimmer, aber nie vermittelten sie mir den Eindruck, sie hätten keine Zeit, oder verrichteten ihre Arbeit nur oberflächlich.
Wie oft musste ich klingeln! Mal, weil ich es vor Schmerzen nicht aushielt, mal, weil das Blutdruckmessgerät Alarm schlug, mal war die Infusionsnadel verrutscht etc...
Nie habe ich ein unfreundliches Wort von ihnen gehört oder Ungeduld gespürt. Oft kamen sie sogar zwischendurch mal nachschauen, ob alles i.O. ist, ob sie mir etwas Gutes tun könnten oder einfach nur, um ein bisschen zu erzählen. Diese Zuwendung, die Freundlichkeit haben mir sehr geholfen, haben mir die totale Abhängigkeit sehr erleichtert.
Mit grossem Dank denke ich auch an meine Verwandten und Kollegen.
Sie haben mich in diesen drei Wochen des Klinik-Aufenthaltes nicht allein gelassen. Die Kollegen meiner "Bürogasse" haben mir einen so schönen Blumenstrauss mit netten Grüssen ins Krankenhaus geschickt. Sie haben ganz oft angerufen, zwei meiner Kollegen haben mich sogar dort besucht. Mein Chef hat sich mehrfach telefonisch erkundigt, wie es mir geht und mir versichert, dass ich mir um meinen Arbeitzplatz keine Sorgen machen müsse, ich solle mir alle Zeit nehmen, die ich zum gesund werden brauche.
Meine Schwester rief jeden Tag an, für einen Besuch wohnt sie einfach zu weit weg.
Auch meine Kinder waren zu Besuch oder riefen an. Sogar meine Nichte hat mich mehrfach in der Klinik besucht.
All diese Aufmersamkeit hat mir sehr gut getan. Ich spürte, ich bin nicht allein, nicht abgeschrieben. Ich werde gebraucht und erwartet. Dieses Gefühl ist einfach so schön...
Mein ganz ganz besonderer und überaus herzlicher Dank gilt meinem Mann.
Wie er mich durch diese Zeit begleitet, getröstet und unterstützt und was er dabei selber getragen hat, ist kaum in Worte zu fassen. Jeden zweiten Abend war er nach Feierabend noch bei mir in Freiburg, hat alle organisatorischen Belange für mich geregelt, "Telefondienst" zu den Kindern und Verwandten gehalten und den ganzen Haushalt geschmissen. Von den Sorgen, die er um mich hatte, nicht zu reden. Sich so auf jemanden verlassen zu können, sich so geliebt zu fühlen, dieses Gefühl ist unbeschreiblich.
Und ich bin sooo dankbar dafür, dass ich das erleben durfte.
Samstag, 17. November 2012
abseits von Diagnosen und medizinischen Daten
Freitag, 16. November 2012
ein langer Weg
Morgen darf ich das Krankenhaus verlassen.
Ich bin so froh darüber. Gleichzeitig habe ich etwas Bammel - wie werde ich zu Hause zurecht kommen.
Wann werden die altbekannten Schmerzen im linken Bein endlich nachlassen?
Schwere Tage, wirklich dunkle Stunden, waren es hier in der Klinik.
Immer wieder gab es Schwierigkeiten:
Entzündungswerte zu hoch, Blutdruck nicht i.O., Puls viel zu hoch, Schlaflosigkeit...
Als ich am Samstag nach der OP mich endlich mit Hilfe einer Physiotherapeutin aufsetzen durfte und für eine Minute sogar stehen, war ich zwar glücklich, weil nun klar war, dass meine Beine mich wieder tragen würden, ausserdem konnte ich zum ersten Mal aus dem Fenster sehen, aber selbst dieser kurze Moment war so anstrengend, das hätte ich nicht gedacht. Und danach hiess es wieder, streng auf dem Rücken liegen. Ausserdem wurde mir an diesem Tag ein Korsett angelegt, das aus sehr festem Stoff besteht und hinten durch mehrere Metallschienen senkrecht verstärkt wird. Dieses Korsett muss ich nun bis Anfang Februar Tag und Nacht tragen. Die Metallschienen machen mir beim Liegen sehr zu schaffen, denn in den letzten Tagen habe ich stark abgenommen. Somit ist zwischen Metallschiene und meinen Knochen nur der feste Stoff und meine Haut - und das drückt wie ab...
Die nächsten Tage waren dann etwas leichter, ich hatte gelernt, mich selber aufzurichten, durfte auch aufstehen, musste zwar neu laufen lernen, aber es war mir ein Vergnügen, wieder auf meinen eigenen Beinen unterwegs zu sein. Misstrauisch wende ich meine Sinne nach innen, denn beim Laufen fühle ich mich ganz schief. Als wären meine Knochen neu sortiert und anders angeordnet worden...
Am meisten irritieren mich aber die Schmerzen im linken Bein, sie sind wieder da. An dem Tag nach der OP, als sie zum ersten mal wieder auftraten, geriet ich regelrecht in Panik: Sollte die ganze Tortur am Ende umsonst gewesen sein? Der Arzt sagt jedoch, das sei normal. Denn der Nerv war über die lange Zeit der Verengung einfach zu sehr gereizt. Nun, wo er Platz hat, quillt er noch weiter an und schmerzt eben weiter. Ich möge Geduld haben, in zwei bis drei Wochen klingen die Schmerzen ab.
Mittwoch, 7. November 2012
Der Kampf hat gerade erst begonnen
Ein klein wenig hatte ich gehofft, dass nach der OP die Plage mit den Schmerzen vorbei und überhaupt alles überstanden ist...
Das war natürlich naiv.
Wie schon früher habe ich die Narkose nicht vertragen, habe starke Kreislaufprobleme und muss dauernd erbrechen.
Und die Schmerzen, nun da die Narkose vollständig verflogen ist, sind sie schier unerträglich. Es fühlt sich an, als würde ich in Bauchnabelhöhe quer durchgesägt.
Die Ärzte geben sich grosse Mühe, einen Cocktail aus verschiedenen Schmerzmitteln zu finden, um mir Erleichterung zu verschaffen, aber leider - einige Schmerzmittel wirken nicht, bei anderen, starken Schmerzmitteln reagiere ich mit unstillbarem Erbrechen und grosser Überlkeit.
Damit nicht genug, muss ich nun nach der OP ganz konsequent vier Tage (und Nächte) auf dem Rücken liegen. Drehen oder gar Aufrichten sind streng verboten (eigentlich kann ich mich auch gar nicht rühren, bin zu schwach). Das ständige Liegen verursacht natürlich zusätzliche Beschwerden.
An Schlaf ist nicht zu denken, an Essen auch nicht. Durch die ständigen Schmerzen habe ich weder Lust zum Lesen noch zum Fernsehen oder Radio hören.
Ich weiss nicht genau wie viele Schläuche aus mir heraus- und wie viele Nadeln mit Infusionen hineinführen.
Ich jammere im Gebet Jesus die Ohren voll (in meinem Blickfeld an der Wand hängt ein Kreuz mit Jesus daran), ich finde mein Leiden mehr als ich tragen kann.
Dienstag, 6. November 2012
Der Tag X
Heute fand die Wirbelsäulenoperation statt.
Sie dauerte vier Stunden. Die Stenose wurde beseitigt - der Nerv ist somit frei. Die Skoliose wurde begradigt und die betroffenen Wirbel fixiert. Das heisst 5 Lendenwirbel und zwei Brustwirbel wurden mittels Titanschrauben und Titanstäben miteinander versteift.
Der Chefarzt sagt, es ging alles ganz glatt...
Montag, 5. November 2012
Da beisst die Maus keinen Faden ab
Am Montag, dem 5.November bestätigte mir der
Chefarzt was ich schon das Wochenende über geahnt hatte: die Schmerztherapie
zeigte keinen Erfolg!
Aus seiner Sicht kam nun nur noch eine Operation in
Frage, bei der nicht nur der Nerv freigelegt, d.h. die knöcherne Verengung
beseitigt wird, sondern bei der auch die Skoliose behoben und anschliessend
die Wirbelsäule stabilisiert wird. Dazu werden die Wirbel mittels Titanschrauben
und -stäben aneinander fixiert. Da ich eine weitreichende Skoliose habe, müssten
mindestens 6 Wirbel miteinander versteift werden. Das sei eine sehr grosse und
schwerwiegende Operation. Ich fragte ihn nach möglichen Risiken und
Komplikationen, und als er die alle aufzählte, wurden mir die Knie weich. Der
Arzt war sehr verständnisvoll, meinte, ich müsse das nicht gleich entscheiden
sondern könnte auch nach Hause, um mir alles gut zu überlegen. Auch eine andere
Arztmeinung könnte ich mir ja noch einholen.
Ich erbat mir den Tag als Bedenkzeit.
Mit diesen Schmerzen nach Hause? Ich konnte mit
meinem linken Bein nicht mal mehr auftreten ohne, dass mir ein Schmerzlaut
entfuhr.
Und eine weitere Arztmeinung? Ich kenne keinen
Spezialisten, denn ich zusätzlich hätte fragen können. Was sollte nur
werden???
Nach einem ausführlichen Telefonat mit unserem
Hausarzt war die Entscheidung dann gefallen - ich würde die OP
wagen.
Als ich abends dem Chefarzt das mitteilte, lächelte
er und sagte: "Gut, ich habe den Termin für Sie schon reserviert. Morgen früh um
Sieben geht es los."
Sonntag, 4. November 2012
Versuch eins bis drei, der Schmerzen Herr zu werden
Am 24. Oktober war ich wieder beim Hausarzt. Die Schmerzen im linken Bein waren inzwischen bis zur Unerträglichkeit angestiegen. Die verordneten Medikamente Tillidin und IBU 800 halfen kein bisschen. Der Arzt riet mir in ein Krankenhaus zu gehen.
Die Wahl fiel auf das Loretto-Krankenhaus in Freiburg, doch erst am 25. Oktober kam morgens der erlösende Anruf von meinem Hausarzt, dass dort ein Bett für mich frei wäre.
Dann ging es also los - mein Mann fuhr mich hin.
Als erstes standen natürlich alle möglichen Untersuchungen an (Röntgen, MRT,Blutbild, EKG), die eine knöcherne Verengung des Wirbelaustrittskanale bei L4/L5 ergaben, der Nerv wurde somit eingeengt - daher die Schmerzen.
Versuch eins, den Nerv zu beruhigen war ein Periduralkatheter, der am 26.10.12 abends gelegt wurde. Anfangs war ich wunderbar schmerzfrei, doch am Sonntag wurde klar, der Katheter war verrutscht und musste raus, denn er betäubte nun das falsche Bein.
Versuch zwei war nochmals ein Periduralkatheter, der nicht unter Narkose gelegt wurde, damit er diesmal besser platziert werden sollte. Das linke Bein war nach der Prozedur wie beabsichtigt betäubt, jedoch hatte ich nur zwei Stunden später furchtbare Kopfschmerzen. Und es stellte sich heraus, dass der Katheter die Nervenhaut eingerissen haben musste, so dass es zu Liquorverlust (Nervenwasserverlust) kam, sobald ich mich aufrichtete.
Der Katheter musste sofort wieder gezogen werden.
Als dritter Versuch kam nun nur noch eine Schmerztherapie mittels Infusionen in Frage.
Was wurde nicht alles an Schmerzmitteln ausprobiert! Die einen linderten die Schmerzen nicht, die anderen vertrug ich nicht und musste mich ständig übergeben.
Letztendlich war ich bei täglich vier Infusionen Novalgin und drei Infusionen Dipidolor, ausserdem einmal täglich Voltaren. Damit ich überhaupt essen konnte, bekam ich dreimal täglich eine Vomex-Infusion. Ich stand nicht sondern ich hing sozusagen fast ständig am Schlauch.
Das Ganze zog sich bis zum Sonntag, den 4. November hin.
Leider ohne Erfolg, wobei der Chefarzt schon zu Beginn der Behandlung hatte anklingen lassen, dass bei einer knöchernen Kompression von Nerven eine Schmerztherapie weniger Chancen auf Gelingen und auf Nachhaltigkeit hat als z.B. bei einem Bandscheibenvorfall.
Montag, 22. Oktober 2012
Die Zwischenzeit
Die letzten 10 Tage waren ziemlich anstrengend. Nach Urlaub in Kroatien und Urlaub an der Mosel war im Büro immer noch nicht alles aufgearbeitet. Jeden Tag nach Feierabend warteten noch Termine, mehrfacher Zahnarztbesuch, Autoservice, ImPulstreffen, donnerstags hatten wir wieder mit unserem Tanzkurs begonnen (extraschöner Termin :-), aber Termin), Garten....
Die Tage vergingen wie im Flug.
Am Freitag dem 19. Oktober war ich wie immer bei meiner Trainingsrunde im Fintnesstudio, hatte wie immer Freude bei der Turnerei, doch abends schmerzte mein Bein mehr als sonst und beruhigte sich auch nicht wieder. Sonntags war mir dann klar, so kann ich nicht zur Arbeit gehen und suchte montags meinen Hausarzt auf.
Der schrieb mich bis Mittwoch krank und spritze mir eine Ampulle Schmerzmittel auf drei Spritzen verteilt direkt in den Rücken, leider ohne jede schmerzlindernde Wirkung....
Donnerstag, 11. Oktober 2012
Tage wie aus Glas
Das Weinfest in Erden an der Mosel ist immer ein besonderes Event. Drei Tage lang verwandelt sich ein ganzer Ort. Jede Garage, jeder Schuppen, der zu einem Weingut gehört, wird wunderschön herbstlich geschmückt, mit Bänken ausgestattet, wetterfest gemacht und entlang der Strassen gibt es einen Schlemmerstand am anderen....Alle Winzer, Bäcker, Fleischer etc. zeigen was sie können und bieten ihre Weine und Leckereien zum Probieren zum Kaufen oder auch nur zum Ansehen an.
Umrahmt wird das Ganze von allerlei Musikkapellen, die zum Mitsingen, Tanzen oder zum Schunkeln einladen.
Dieses Jahr waren wir wieder mal mit dabei, zusammen mit meiner Schwester und ihrem Mann, sowie der Freundin meiner Schwester und deren Mann.
Wir hatten wunderschöne entspannte Tage, haben die liebliche Mosellandschaft über das Weinfest hinaus vom 3. bis zum 10. Oktober genossen.
Haben gemeinsam Wanderungen unternommen, eine Schifffahrt, Minigolf, usw.
War echt schön und ich war ganz glücklich, dass mein Bein mich nicht gar so sehr geplagt hat, war ganz stolz, wie weit ich laufen konnte...
Samstag, 29. September 2012
Garten-Boykott
Unser letzter grosser Garteneinsatz war vor unserem Urlaub, also irgendwann im August....
Inswischen wäre ein weiterer Einsatz dringend nötig, allein, sobald der Samstag herankommt, wird das Wetter regnerisch, und regnet so stark, dass an Gartenarbeit nicht zu denken ist. Das war letztes Wochenende so und heute wieder. Die ganze Woche war schönes Wetter, immer mittags, wenn ich meine Pause in der Sonne am Rhein verbrachte, dachte ich, wie schön es wäre, jetzt im Garten zu hacken, zu schneiden und zu zupfen. Gestern, am Freitag, war es sogar ganz besonders sonnig.
Aber pünktlich heute morgen zum Frühstück setzte der angekündigte Regen ein. Also auch heute kein Garteneinsatz.
Eigentlich ist so ein fauler Nachmittag auch ganz schön, aber nächstes Wochenende sind wir schon verabredet, also wieder nichts mit Gärtnerei und so sehe ich vor meinem geistigen Auge das Unkraut wachsen und wachsen.....
Mittwoch, 26. September 2012
Ich bin froh
Unsere Tochter ist auf einer vierzehntägigen Rundreise durch Japan, zusammen mit einer Studienfreundin. Da die Hin- und Rückreise etwas abenteuerlich ist (Heidelberg-Amsterdam-Rom-Tokyo / Tokyo-Budapest-München-Heidelberg), wird die ganze Reise knapp drei Wochen dauern.
Inzwischen haben sie in Japan schon Tokyo, Nagoya und Tsu besucht und sind heute in Nara angekommen. Froh bin ich, dass sie hin und wieder eine Mail schreibt und dass die Reise bisher sehr eindrucksvoll und schön für beide war. Ich freue mich und hoffe weiter, dass sie bewahrt bleiben.
Sonntag, 23. September 2012
Heute ist es wieder so weit...
...unser ImPuls-Gottesdienst findet wieder statt.
Kirche und Humor - geht das? Haben wir Christen nicht allen Grund zum Lachen? Und wenn das so ist, warum lachen wir nicht mehr, als die Menschen, die Jesus nicht kennen?Samstag, 22. September 2012
Kroatien - zum Schluss
Wir haben viel gesehen, uns aber auch
einfach so durch so manchen Tag treiben lassen.
Statt abends im Restaurant zu essen, war so
ein Picknik am Strand (einfach Käse, Schinken, Brot und Wein) auch mal toll.
Ein richtig schöner erholsamer
Urlaub.
Donnerstag, 20. September 2012
Kroatien - Dubrovnik
Gleich zu Beginn des Urlaubs buchten wir diesen Ausflug, denn es war ein lang gehegter Wunsch meines Mannes, Dubrivnik zu besuchen.
Die Anfahrt war ein bisschen langwierig. Erst mit dem Schnellboot ca. eine Stunde nach Makarska zum Festland (auch eine schöne Gegend), dann noch über zwei Stunden mit dem Bus nach Dubrovnik. Abends das Ganze natürlich wieder zurück.
Aber es lohnt sich. Dubrovnik, die Altstadt, ist eine wirklich sehenswerte alte Stadt, die zwischen ihre mächtige Stadtmauer mit verschiedenen Fetsungen regelrecht eingepfercht ist. Es gibt nur eine Strasse, alles andere sind Gassen und Gässchen, keine Gasse ohne Treppen. In dieser Stadt muss man absolut gut zu Fuss sein.
Mittwoch, 19. September 2012
Alltag in voller Breitseite
Als ich am Montag nach meinem Urlaub zur Arbeit kam, hatte ich mit den knapp 70 Mails, die beantwortet werden mussten oder Arbeitsaufgaben enthielten, gerechnet. Dass in dieser Woche Überstunden für mich fällig waren, weil einige Termine drängen, wusste ich auch vorher. Dass aber meine eh schon ausgebuchte Bürozeit einfach noch für zwei Dienstreisen verplant wurde, das stresste mich dann doch, denn an beiden Tagen würde meine andere Arbeit liegebleiben. Und so war ich heute unterwegs zu einer Firma in der Nähe von Biel und morgen geht es zur anderen Firma an Zürich vorbei (hoffentlich kein Stau). Beide Tage müssen dann am Freitag natürlich nachbereitet werden, es sind dafür Unterlagen zu erstellen, und am kommenden Montag kann ich dann hoffentlich mit meiner eigentliche derzeitigen Aufgabe fortfahren....
Dienstag, 18. September 2012
Kroatien - Krka
Einer unserer Ausflüge führte uns aufs Festland in den Nationalpark Krka.
Auf dem Weg dorthin besuchten wir die kleine Stadt Sibenik mit ihrer grossen Kathedrale. In der Stadtführung wurde auch über den "Heimatkrieg" 1990 bis 1995 gesprochen. Wenn man dabei die Einschusslöcher im Kathedralentor betrachtet und bedenkt, dass 1995 ja noch gar nicht lange her ist, bekommt das Wort Krieg einen sehr bedrohlichen Klang.
Montag, 17. September 2012
Kroatien - die Insel Brac
Wir waren auf der Südseite der Insel dem kleinen Städtchen Bol, unser Hotel lag nur 50 Meter vom Meer entfernt.
Und was ist das Meer dort herrlich... Klar wie Kristal, türkisfarben bis dunkelblau, einfach verlockend. Das "Goldene Horn", ein berühmter Badestrand, der aus ganz feinem Kies besteht, war in 15 Minuten zu Fuss erreichbar, dort waren wir ganz oft zum Baden....
Bei einer Inseltour haben wir Brac dann ein wenig näher kennen gelernt. Es ist alles ländlich beschaulich und doch interressant. U.a. waren wir in Pradnica in einer Steinmetzschule. Europaweit gibt es nur drei solcher Schulen, und eine liegt hier auf der Insel. Auch der "Bracer Marmor" ist weltbekannt. Nur wir kannten Ihn noch nicht.
Es ist kein echter Marmor, sondern Kalkstein mit besonders feiner Struktur. Wir staunten nicht schlecht, als wir erfuhren, dass der Berliner Reichstag, die Wiener Staatsoper, das Weisse Haus in Washington und das Budapester Parlament damit gebaut wurden.
Auch unser Städtchen Bol hatte einiges zu bieten. An einem trüben Nachmittag haben mein Mann und ich in der ansässigen Winzergenossenschaft eine Weinprobe nur zu Zweit gemacht und da gerade Zeit war, bekamen wir noch eine komplette Kellerführung obendrein. Das Kloster haben wir besucht und natürlich das landestypische Essen, Dalmatinischen Schinken, Oliven und Inselkäse, reichlich probiert (klar - mit kroatischem Wein).
Sooo dankbar war ich, dass ich die vielen Strecken, die zu Fuss zu gehen waren, doch ganz gut bewältigen konnten. Zwar waren die Schmerzen in meinem Bein beim Laufen immer mein Begleiter, aber sobald ich Ruhe hatte, beruhigte sich auch das Weh. Und so konnte ich ganz ohne die Pharmazie auskommen und doch jede Nacht gut schlafen.
Sonntag, 16. September 2012
Wieder zurück
Wie schnell zwei Wochen vergehen...
Zwei Wochen waren wir im Urlaub auf der Insel Brac in Kroatien.
Die Hin- und Rückreise war ziemlich langwierig:
per Bahn nach Frankfurt Flughafen - Flug nach Split - Bus zum Hafen in Split - Fähre nach Supetar auf die Nordseite der Insel Brac - Bus nach Bol auf die Südseite der Insel - Hotel / und am Ende der Ferien das Ganze in umgekehrter Reihenfolge zurück.
Furcht hatte ich jedoch nur vor dem Flug, ich habe leider Flugangst.
Aber voilá - diesmal habe ich beide Flüge ganz tapfer ohne Reisetablette ertragen. Bei sehr guten Wetter war das wohl keine grosse Kunst :-), ich aber bin dennoch dankbar für alle Bewahrung.
Wie es an der kroatischen Adria war? Das folgt in den nächsten Tagen.
Donnerstag, 30. August 2012
Geschenk mit Schleife
Seit 6. August bange ich um meine derzeitige Arbeitsstelle.
Mal sah es so aus, als würde alles geregelt, mal erfuhr ich, dass sich gar nichts tut, dass alles immer noch in der Schwebe hängt. So verbrachte ich die letzten drei Wochen zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Lösungssuche und Beten, dass Gott für mich streiten möge. Wie er es fügt - so soll es sein.
Gestern Abend kam nun die Info, dass mit meiner Arbeitsbewilligung alles i.O. ist, dies also amtlicherseits kein Kündigungsgrund ist. Und heute morgen erfuhr ich in der Firma, in der ich z.Zt. eingesetzt bin, dass sie ebenfalls grosses Interresse daran haben, dass ich bleibe und dass sie durchaus auch Massnahmen ergreifen können und werden, damit mein Vertrag eben nicht gekündigt wird. Ich möge mir keine Sorgen machen.
Rückenwind von zwei Seiten - ich freu mich wie ab, bin erleichtert und denke, das ist ein Himmelsgeschenk.
Danke Gott.
Dass man wegen dem Arbeitsplatz wie auf Wolken gehen kann...:-)
Mittwoch, 29. August 2012
Da ist es schon wieder, das Thema Japan
Heute nochmal mit unserer Tochter telefoniert.
Sie ist ja nun Masterstudentin und schreibt gerade an einer Hausarbeit.
Alles palletti - sollte man meinen. Ist es auch, wenn es sie nicht immer so nach Japan ziehen würde...
Mütter halt. Die Zeit nach dem 11. März 2011, als sie in Japan, an der Pazifikküste war, ist mir einfach noch so sehr in Erinnerung.
Und nun reist sie wieder hin. Am Tag, nachdem wir aus dem Urlaub wiederkommen, düst sie ab und wir wissen nicht, ob wir uns da nochmal sprechen können (wir landen erst abends). Deshalb war mir schon heute ein bisschen flau, vorsorglich sozusagen....Der HERR möge sie behüten.
Dienstag, 28. August 2012
Von Null auf Hundert
In einem der Projekte, bei denen ich mitarbeite, werden ganz spezielle Rohrbauteile gesucht. Einer der Projektingenieure hat nun veranlasst, dass auch eine amerikanische Firma angefragt wurde.
Für alle technischen Details und Rückfragen seitens der Lieferanten bin ich in diesem Projekt zuständig.
Mir war ein bisschen mulmig, als ich heute morgen in den Mails las, dass die Anfrage auch nach Amerika ging, denn mein Englisch ist arg eingerostet, habe es ja seit ca. 1998 beruflich nicht mehr gebraucht.
Und promt war es gleich heute Nachmittag kurz vor Feierabend so weit - Anruf aus Amerika.
Eine sehr freundliche Dame mit sympathischer Stimme trug mir langsam und geduldig ihre Fragen und Anliegen vor (ich war sehr erstaunt, wieviel ich per Telefon verstanden habe) und ich klaubte meine letzten Vokabeln zusammen und radebrechte (unter Missachtung jeglicher Grammatik) die Antworten. Irgendwann hatten wir dann tatsächlich alles geklärt, sie bedankte sich sehr freundlich und ich war fix und fertig und zog das Resümé: mein Englisch ist völlig mau - ich muss was tun.
